Sylt Shuttle – Für strukturierte und zukunftssichere Planung

Wie wir aus Meldungen in den sozialen Medien erfahren haben, nimmt der Sylt Shuttle seit gestern keine Wohnmobile mit Dachfenstern mehr mit. Die Pressestelle der Bahn hat dies inzwischen bestätigt, eine formale Erklärung in der Presse sucht man allerdings noch vergeblich. Erst auf unsere Rückfrage konnte die Befürchtung, dass davon auch Rettungs- und Krankenwagen betroffen sein könnten, ausgeräumt werden.

Hinweise auf der Homepage des Sylt Shuttle sucht man aktuell jedoch noch vergebens.

Hicham Lemssiah, Fraktionsvorsitzender der Insulaner-Piraten erklärt dazu:

Informationen„Die Informationspolitik der Bahn ist unterirdisch. Solch eine Einschränkung zu Beginn der Saison gefährdet die gesamte Wirtschaft der Insel.
Natürlich muss die Sylt Shuttle GmbH bekannte Sicherheitsprobleme umgehend beheben, daher warten wir nun auf das Ergebnis des Gutachters, das offensichtlich kommende Woche erstellt werden soll. Aber bereits jetzt muss die grundsätzliche Frage erlaubt sein, ob der Rückwärtstransport der Fahrzeuge auf den Flachwagen, der bereits zahlreiche schwere und teilweise tödliche Unfälle verursacht hat, nicht endlich durch eine sicherere Lösung ersetzt werden kann. Dies setzt aber vermutlich umfangreiche Änderungen an den Verladerampen und deren Zuwegung voraus.
Wir erwarten von der Bahn eine umgehende Information der Öffentlichkeit und der Tourismusverbände der Insel und konkrete Lösungsvorschläge.“

Christian Thiessen, Landesvorsitzender der Piratenpartei ergänzt:

„Schon die Diskussionen und Aktionen rund um die Zukunft der Autozugverbindung sind ein Possenspiel, in dem sich keiner der Beteiligten mit Ruhm bekleckert hat. Ein Possenspiel, das weit enfernt ist von einer strukturierten und zukunftssicheren Planung. Unsere Inseln sind Teil unseres Landes. Der Autozug und die Fährverbindungen sind ihre Lebensader. So selbstverständlich wie Landstraßen zu den Aufgaben der öffentlichen Hand gehören, sollte das auch die Verbindungen zu den Inseln gelten.Der Autozug und die Fährverbindungen nach Föhr, Amrum und zu den Halligen sind Teil der Daseinsfürsorge für die dort lebenden Menschen. Es wird Zeit, dass die Länderregierung das auch anerkennt und, falls notwendig, auch durch Gesetzesänderungen festschreibt. Nur dann können die Verbindungen ausgeschrieben und dabei auch Mindestanforderungen fixiert werden.“