Landesgeschäftsstelle: Besetzt und fast wie neu

Seit Oktober letzten Jahres darf sich der Landesvorstand glücklich schätzen.
Unser Abgeordneter Sven Krumbeck hat es finanziell möglich gemacht, dass wir eine feste Kraft in der LGS zur Hilfe haben. Annette wurde eingearbeitet und als Arbeitgeber wollten die PIRATEN die LGS so richtig schön renovieren. Doch es dauerte länger als geplant und geahnt. Jetzt ist sie fast fertig und dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr mit Annette besetzt. Einen Erlebnisbericht findet Ihr im Anschluss.

Ein Erlebnisbericht von Cord

Im Renovierungsdschungel
Ich bin PIRAT, holt mich hier raus!

„Es war einmal… ach ne so fangen Märchen an und keine Alpträume. Irgendwann im Frühjahr 2014 kam unser damaliger Vorstand auf die Idee, die LGS ein wenig umzubauen. Zunächst sollte nur der damalige Schaufenstervorbau abgerissen, das Laminat ausgebessert und der Raum gestrichen werden. Mal eben ein Wochenende. So war der Plan. Na ja ich kenn das schon: Altbau. Also mal vorsichtig eine Woche eingeplant. Zunächst hatten einige Kieler in einer glorreichen Aktion die Einrichtung in den Nebenraum gestellt. Ich hab dann den Schaufenstervorbau abgerissen. Zum Vorschein kamen ein Fliesenfußboden und eine Wand, auf der das Schaufenster aus den Lot war. Mit atemberaubend schneller Hilfe schaffte ich es dann nach 3 Wochen den Schutt aus dem Raum zu kriegen. Zwischenzeitlich hatten sich so ein paar kleine Problemchen einer Altbaurenovierung eingestellt.
Schimmel. Irgendwie waren unter dem Laminat alte Teppichreste nass geworden und haben angefangen zu gammeln. Aber damit nicht genug, bevor dort Handwerker rein können, musste der Nebenraum leer geräumt werden. Torge hatte sich bereit erklärt, die Kosten für einen LKW zu übernehmen, also los… eigentlich kein Problem im Kreis mit den meisten Piraten …sollte man denken. LKW vollladen nach NMS ins Lager und ausladen. Wertsachen zu mir ins Lager. So der Plan. Nur dass Pläne mit Piraten meist nicht wie erhofft funktionieren, ach das kennen wir ja schon. Na egal, um 23.00 Uhr war ich dann zuhause. Danke an Patrick Breyer, seinen Gast aus einem fernen Bundesland, Hartmut Duggen und den wenigen anderen. Wieder mal 4 Wochen Pause und unsagbar viel Dreck.

Mittlerweile ist es August.

Nachdem jetzt endlich mal einen Schlag reinhauen wurde, musste ich feststellen, dass die Tapeten an der Wand zwischen Nebenräumen und Klo nicht an der Wand haften und was viel schlimmer ist, der Nachkriegsputz sich in einigen Stellen vom Mauerwerk gelöst hat , besonders im Bereich des Torbogens. Eigentlich wäre hier mit Spachtelmasse der Schaden zu beseitigen gewesen. Leider haben sich die Putzstücke immer weiter unter den Rahmen des Rundbogens geschoben, so dass sich dieser immer weiter von der Wand abschob. Das Schaufenster hängt im Deckenbereich mittig ca. 2 cm durch. Geplant war dort an zu spachteln. Bei vorgebereitenden Arbeiten musste ich feststellen, dass mir dort der Putz entgegen kann. Nach Entfernen des losen Putzes stellte ich ein Lücke zwischen Fenster und Mauerwerk fest. Die Nebeneingangstür war schief. Richten kann sowas nur ein Schlosser (wenn das einer liest.. bitte melden). Die Eingangstür hatte unten einen Spalt, der einen Briefkasten selbst für Kataloge überflüssig machte und das war Holz marode.

Nachdenken: Lösungen finden, und anfertigen lassen, möglichst für lau, das Budget sollte reichen. Die Hausbesitzer ließen mir völlig freie Hand, was den Vorteil hatte das günstige Lösungen möglich waren. Tischler? Nee, was die für ihre Arbeit verlangen, war nicht drin, also selber machen. Die Probleme, waren immer wieder die gleichen, fehlende Hilfe und fehlende Mittel. Also hab ich auf Leute, die ich persönlich kenne, zurückgegriffen. Zum Glück half ein väterlichen Freund, der notwendige Maurerarbeiten erledigte. Na ja, mit der Heizungsdemontage kannte er sich auch aus. Mit seinen erst 75 Lenzen ging das trotzdem zügig. Mauerarbeiten? Jepp, durch die Feuchte hätte man sonst keine Fußleisten anschrauben können, der Putz war auf 15 cm Höhe zerbröselt.

Zum Glück hatte der Vorstand der Idee zugestimmt, die Wände mit Paneele zu verkleiden. Nicht nur das die Wände löcherig waren wie Schweizer Käse, nein, sie waren auch noch mit Nachkriegsmörtel verputzt und mit Tapeten beklebt, aus denen man locker Pappkartons hätte falten können. Leisten an die Wand, 200 Dübel und Schrauben, Luftschiftungen; also Winkel bauen wo keine sind. Augenmaß statt Wasserwaage, war die Devise. Paneele anschießen,  wenigstens das klappte. Nach ca. 50 Kg Mörtel und 30 Kg Spachtelmasse waren dann auch alle ehemals tapezierten Wände so einigermaßen gerade, das neue Tapeten ran konnten.

Mit dem Putzen und Aufräumen klappte es nicht, bis sich meine Freundin erbarmte. Auf die Frage einiger, ob ich bescheuert bin und warum ich den Mist nicht hinschmeiße, kam meist die Antwort, wer A sagt muss auch B sagen. Also Tapeten an die Wand, kaputte Stellen ausflicken und noch einen Haufen Hirnschmalz und Fummelkram. Das Tapezieren beschränkte sich nicht nur auf den Hauptraum. Im Nebenraum das gleiche Desaster, spachteln und tapezieren, ich wollte das mal eben einen kleineren Heizkörper montieren um mehr Stellfläche zu haben und weil die Ventile leckten… Eine Story für sich. Danke an Hartmut Duggen. Auf Grund seiner Hilfe brauchte ich dann einige Tage nicht wegen jedem Kleinkram rauf auf die Leiter und runter von der Leiter. Danke Malte Sommerfeld, er brachte nicht nur den Müll weg, sondern auch mit Lech und Kathie Farbe an die Wand. Danke an Metin, Patrick Ratzmann und Sven Krumbeck, die mal eben vorbeikamen als Hilfe notwendig war.

Aber mit Restarbeiten stehe ich nicht allein da. Das Netzwerkprovisorium muss noch verlegt und die Stromleitungen verkleidet werden. Ich bin also in bester Gesellschaft. Ich hab längst nicht alles erwähnt, hab ich jemanden vergessen, so möge er mir verzeihen. Neben den fast 300 Arbeitsstunden in der LGS, der jeweils einstündigen Fahrt kommen noch unzählige Stunden Materialbeschaffung und Preisvergleiche hinzu.

Eigentlich wollte ich in 2014 fertig werden, ein Tischler könnte dort einiges machen, nicht dass ich es nicht kann, aber dann dauert es noch ein wenig. So und nun kommt die Abrechnung, damit Stefan die Zahlen hat. Der größte Posten sind die Fahrtkosten, die ich beabsichtige zur Hälfte zu spenden. Bescheuert? Nö Pirat.“

Auch der Vorstand möchte sich bedanken, für Cords Hartnäckigkeit und sein Durchhaltevermögen. Bei seiner Aufzählung hat Cord die vielen Telefonate vergessen, die er bezüglich der LGS mit dem Vorstand geführt hat.

Wer noch ein Laminiergerät und einen abschließbaren Metallschrank übrig hat, der möge sich in der LGS melden. Bei Annette erfahrt ihr auch, was noch an Büromaterial fehlt. Mithelfen kann jeder.