Scharfe Kritik am Offshore-Windpark-Verkauf: Ölkonzerne blockieren die Energiewende – Bürgerprojekte müssen Vorrang haben

Veröffentlicht am in Energie, Pressemitteilung
Windpark im Meer
Bildquelle Pixabay

Die aktuellen Berichte über den Rückzieher des Öl- und Gaskonzerns TotalEnergies beim Bau eines gigantischen Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee sorgen für scharfe Kritik. Nachdem sich der fossile Riese in den Ausschreibungen die Rechte für das Milliardenprojekt gesichert hatte, droht nun der Stillstand. Dieser Vorfall zeigt überdeutlich die massiven Risiken auf, die entstehen, wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien den Profitinteressen der fossilen Industrie überlassen wird

Jonas Wessel, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Schleswig-Holstein, kritisiert scharf die Vergabepraxis und fordert ein Umdenken hin zu einer bürgernahen Energiepolitik:

„Die Energiewende gelingt nicht als Spekulationsobjekt der fossilen Lobby. Es rächt sich nun, dass die Filetstücke unserer Energie-Infrastruktur an fossile Giganten verkauft werden, anstatt auf regionale Akteure zu setzen. Die Windenergie ist  für Schleswig-Holstein die tragende Säule der Energiewende. Wenn Großkonzerne diese Schlüsselprojekte als taktische Spielmasse nutzen, geraten wir allein schon durch den Klimawandel in Gefahr. Wir Piraten SH  fordern ganz klar: Menschenwindparks müssen Vorrang vor Projekten der Industrie haben. Nur wenn diejenigen zuerst von den Vorteilen profitieren, in deren Nachbarschaft die Windräder stehen, bleibt die Windenergie eine fairen und nachhaltigen Energie. Selbes Prinzip wie bei den geforderten Strompreiszonen“

Auch der Themenbeauftragte für Energiepolitik, Guido Körber, sieht die Befürchtungen seiner Arbeitsgruppe vollumfänglich bestätigt. Er kommentiert die jüngsten Entwicklungen deutlich:

„TotalEnergies will den großen Offshore-Windpark, für den sie die Ausschreibungen gewonnen hatten, doch nicht bauen. Wie überraschend, genau davor wurde gewarnt: Fossile Energiekonzerne blockieren so den Ausbau. Darum wurde auch bei der Ausschreibung ein überraschend hohes Gebot abgegeben. Ein fossiler Energiekonzern mit dreistelligen Milliardengewinnen pro Jahr kann sich so eine Investition schon leisten, wenn sie damit ihr altes Geschäftsmodell etwas verlängern können.
Darum sind wir für Ausbaumodelle, die kleinere, lokale Unternehmen, Genossenschaften und Bürgerenergiegesellschaften bevorzugen, denn die wollen wirklich bauen und die Energiewende voran bringen.“

Quellen:

[1] https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/total-offshore-100.html
[2] https://bsky.app/profile/aenergiepolitik.bsky.social/post/3mm55hyxwzs2d
[3] https://landesportal.piratenpartei-sh.de/wahlen/wahlprogramm/#windenergie

Leichte Sprache

Kritik am Wind-Park-Verkauf: Große Firmen blockieren die Energie-Wende.

Bürger-Projekte sind wichtiger.

Ein großer Konzern heißt Total-Energies.

Der Konzern verkauft Öl und Gas.

Der Konzern wollte einen sehr großen Wind-Park im Meer bauen.

Der Konzern stoppt den Bau von dem Wind-Park.

Viele Menschen finden das schlecht.

Der Konzern hat zuerst die Rechte für das Projekt gekauft.

Jetzt steht das Projekt still.

Das ist gefährlich für die saubere Energie.

Große Firmen denken oft nur an ihr Geld.

Jonas Wessel ist der Chef von der Piraten-Partei in Schleswig-Holstein.

Er schaut genau hin.

Er fordert Politik für die Bürger.

Jonas Wessel sagt:

Die Energie-Wende muss ehrlich sein.

Der Verkauf an große Öl-Firmen ist ein Fehler.

Wir müssen auf Firmen aus der Region setzen.

Die Wind-Energie ist sehr wichtig für Schleswig-Holstein.

Große Konzerne spielen mit unserer Energie.

Das erhöht die Gefahr durch den Klima-Wandel.

Wir Piraten in Schleswig-Holstein fordern:

Wind-Parks für Menschen sind wichtiger als Wind-Parks für die Industrie.

Die Menschen in der Nähe von Wind-Rädern müssen Vorteile haben.

Dadurch bleibt die Wind-Energie gerecht.

Das ist wie bei den Strom-Preis-Zonen.

Guido Körber arbeitet auch bei der Piraten-Partei.

Er kennt sich gut mit Energie-Politik aus.

Seine Arbeits-Gruppe hat das Problem schon vorhergesehen.

Er sagt seine Meinung dazu deutlich.

Guido Körber sagt:

Die Firma Total-Energies stoppt den Bau von dem großen Wind-Park.

Viele Experten haben genau davor gewarnt.

Alte Energie-Firmen blockieren den Ausbau von sauberer Energie.

Die Firma hat sehr viel Geld geboten.

Eine Öl-Firma verdient viele Milliarden Euro im Jahr.

Die Firma bezahlt das Geld gern.

So verdient die Firma länger Geld mit Öl und Gas.

Wir wollen andere Modelle für den Ausbau.

Kleine Firmen aus der Region sollen Vorteile haben.

Auch Bürger-Genossenschaften sollen Vorteile haben.

Diese Gruppen wollen die Wind-Räder wirklich bauen.

Diese Gruppen bringen die Energie-Wende voran.

[Dieser Beitrag ist menschlich und KI-lektoriert. Der leichte Spracheteil ist KI generiert]

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3 Kommentare zu “Scharfe Kritik am Offshore-Windpark-Verkauf: Ölkonzerne blockieren die Energiewende – Bürgerprojekte müssen Vorrang haben”

  1. Růžena Škodová-Davoodi sagt:

    Die Kritik an der Vergabe von Offshore-Windparkflächen an Ölkonzerne mag berechtigt sein. Für mich bleibt die Pressemitteilung jedoch auf halber Strecke stehen.

    Wenn die Sorge besteht, dass Unternehmen Ausschreibungen gewinnen, um Projekte anschließend zu verzögern oder gar zu blockieren, dann liegt das Problem nicht allein bei den beteiligten Konzernen. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ein solches Verhalten überhaupt ermöglichen.

    Gerade von einer politischen Partei erwarte ich daher nicht nur die Benennung eines Missstands und die Empörung über die beteiligten Akteure, sondern vor allem konkrete Vorschläge, wie die zugrunde liegenden Regeln verbessert werden können. Welche Änderungen am Vergabeverfahren, welche Realisierungsfristen oder welche Sanktionen werden gefordert, um eine mögliche Blockade der Energiewende zu verhindern?

    Ohne diese politische Konsequenz bleibt die Kritik für mich unvollständig. Es entsteht der Eindruck einer selektiven Empörung über die Akteure, während die eigentlichen strukturellen Ursachen des Problems weitgehend unbeachtet bleiben. Die Aufgabe einer politischen Partei sollte jedoch darin bestehen, nicht nur Verantwortliche zu benennen, sondern auch Lösungen für die zugrunde liegenden Probleme aufzuzeigen.

  2. TheBug sagt:

    Der grundlegende Fehler besteht in dem Ausschreibungsverfahren. Als Gabriel dies eingeführt hat, wurde bereits davor gewarnt, dass das zu solchen Bremsmanövern führen wird und letztlich hat es nur zu einer Verlangsamung der Energiewende geführt.
    Wir brauchen einen komplett neuen Regelungsrahmen, das EEG hat sich überlebt. Das war ein Gesetz, um die Erneuerbaren anzuschieben, die liefern heute 60% unseres Stroms und werden immer noch als Sonderfall behandelt.
    Die neue Realität ist, dass wir einen marktorientierten Rahmen für die Erneuerbaren brauchen und Sterbehilfe für die Fossilen. Dazu gehören Strompreiszonen und Netzpreiszonen abhängig von der Auslastung.

  3. Růžena Škodová-Davoodi sagt:

    Danke für die Antwort. Dass der Fehler eher im Ausschreibungsverfahren als bei einzelnen Unternehmen liegt, sehe ich ähnlich. Genau darauf zielte mein Kommentar ab.

    Mir ist allerdings noch nicht klar, welche konkreten Regelungen verhindern sollen, dass ein Unternehmen eine Fläche erwirbt und anschließend die Umsetzung verzögert oder blockiert. Welche Änderungen im Vergabeverfahren würdest du dafür konkret vorschlagen?

    Die von dir angesprochenen Fragen zu EEG, Strompreiszonen und Netzpreiszonen sind sicherlich wichtige energiepolitische Themen. Sie beantworten für mich aber noch nicht die konkrete Frage, wie verhindert werden kann, dass Offshore-Flächen zwar vergeben, aber anschließend nicht oder nur verzögert entwickelt werden.

    Mich würde daher interessieren, welche konkreten Mechanismen du für sinnvoll hältst – beispielsweise verbindliche Realisierungsfristen, Sanktionen bei Verzögerungen oder andere Regelungen, die eine tatsächliche Umsetzung der Projekte sicherstellen.

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