Weißsein
(Kritisches Weißsein / Critical Whiteness) [Testitem]
Definition: „Weißsein“ ist ein zentraler Begriff aus der soziologischen Rassismusforschung (Critical Whiteness Studies). Er beschreibt nicht nur die biologische Hautfarbe, sondern vor allem ein gesellschaftliches Konstrukt. Weißsein bedeutet, in einer Gesellschaft, in der „weiß“ als unhinterfragte Norm gilt, aufzuwachsen und dadurch strukturelle Privilegien und Vorteile zu genießen, die von rassistischer Diskriminierung betroffenen Gruppen (BIPoC) verwehrt bleiben.
Einfache Sprache: Der Begriff „Weißsein“ bedeutet in der Politik und Gesellschaft mehr als nur die Hautfarbe. Es geht darum, dass weiße Menschen in Europa im Alltag oft Vorteile haben, über die sie gar nicht nachdenken müssen – zum Beispiel finden sie leichter eine Wohnung oder werden seltener von der Polizei kontrolliert. Wer sich sein „Weißsein“ bewusst macht, versteht besser, wie Rassismus funktioniert, und kann anderen Menschen besser helfen, eine wirklich faire Gesellschaft aufzubauen.
Leichte Sprache: Viele Menschen in Europa haben eine weiße Haut.
Diese Menschen haben im Alltag oft viele Vorteile.
Die Gesellschaft behandelt diese Gruppe oft automatisch besser.
Diese Menschen finden zum Beispiel viel leichter eine Wohnung.
Das soziologische Fach-Wort für diese Vorteile lautet Weiß-Sein.
Die Piraten-Partei spricht völlig offen über diese Vorteile.
Wir schaffen ein starkes Bewusstsein für diese Rolle.
Wir bauen eine absolut gerechte Welt für alle Menschen.
Quelle 1: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) – Kritisches Weißsein / Critical Whiteness
Datum: 01.04.2026
Quelle 2: Amadeu Antonio Stiftung – Was bedeutet Weißsein?
URL: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/
Datum: 01.04.2026
Tags: Rassismus, Gesellschaft, Gleichberechtigung, Privilegien, Menschenrechte
Kategorie: Europa, Minderheiten und Asyl (oder Familie und Gesellschaft)
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