Kinderrechte – Bausteine für Demokratie: Warum wir junge Menschen ermächtigen müssen, statt sie zu kontrollieren

Veröffentlicht am in Gesellschaft, Wahlen
Kinder spielen am Tablet und wählen etwas aus
Bildquelle: Pixabay

Unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“ feiern wir den Weltkindertag 2026 [1]. Das sollte eigentlich eine politische Selbstverständlichkeit sein und ist es für uns Piraten SH auch: Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit unveräußerlichen Rechten [2]. Doch die politische Realität in Deutschland und der EU sieht anders aus, denn junge Menschen werden oft nicht als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft behandelt, sondern als Objekte, die es zu verwalten, zu erziehen und zunehmend auch zu überwachen gilt. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes werden massive Überwachungsinstrumente gefordert [3], wie pauschale Social-Media-Verbote [4], Klarnamenszwang [5] oder gar eine digitale Ausweispflicht [6]. Wer junge Menschen aus dem digitalen Raum aussperrt, schützt sie jedoch nicht, sondern entmündigt sie und opfert die informationelle Selbstbestimmung aller. Anstatt die manipulative Architektur großer Tech-Konzerne zu regulieren, deren Algorithmen auf tiefstem Behaviorismus [7] basieren und Nutzer durch Dopamin-Belohnungen und künstlichen Stress (z. B. FOMO) konditionieren, will die Politik lieber die Kinder kontrollieren. Das ist reine Machterhaltung statt kinderfreundlicher, zukunftsorientierter Lebensraumgestaltung, wie wir von der Piratenpartei Schleswig-Holstein sie fordern [8].

Diese veraltete Logik von Kontrolle, Druck und Bestrafung durchzieht jedoch nicht nur das Netz, sondern prägt leider auch unsere analoge Welt. Wenn PISA-Studien schlechter ausfallen, wird reflexartig nach mehr Leistungsdruck und Frontalunterricht gerufen [9], anstatt zu erkennen, dass Bindung vor Bildung kommt, wie es unter anderem in der Hattie-Studie [10] und im Konzept der „Neuen Autorität“ von Haim Omer [11] nachgewiesen wird. Ein Kind, das unter Reizüberflutung, mangelnden Freiräumen und dem Druck von Durchseuchungsstrategien leidet, steht bei seiner Entwicklung vor massiven Barrieren [12]. Wir PIRATEN SH fordern Bildungs- und Lebensräume, in denen junge Menschen in ihrer Vielfalt bedingungslos angenommen werden – ohne elitäre Dresscodes, die vorschreiben, was getragen werden darf. Doch all diese demokratischen Bausteine zerbröckeln ohnehin, wenn das soziale Fundament nicht trägt. Es braucht sprichwörtlich ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen [13]. Wenn aber Erwachsene durch existenzielle Ängste, ständige Erreichbarkeit und einen strafenden Sozialstaat in den Burnout getrieben werden, leiden die Kinder unweigerlich mit [14]. Armut und Existenzangst machen krank, weshalb wir PIRATEN SH uns immer wieder für bedingungslose soziale Sicherheit, kostenfreie Bildung und massive Investitionen in sichere, viren- und konsumfreie Sozialräume einsetzen [15].

Um diese gesellschaftlichen Schieflagen zu beenden, müssen wir den strukturellen Adultismus [16] – die ständige Bevormundung und Abwertung durch Erwachsene – endlich überwinden. Lebenserfahrung und Reife messen sich nicht allein an einer biologischen Zahl. Wer die Konsequenzen politischer Entscheidungen am längsten tragen muss, muss sie auch mitgestalten dürfen. Als Piratenpartei Schleswig-Holstein fordern wir deshalb das Wahlrecht ab 14 Jahren auf allen politischen Ebenen und die schrankenlose Verankerung der UN-Kinderrechtskonvention [17] im Grundgesetz. Kinderrechte sind keine freundliche Geste der Erwachsenenwelt, sondern das unverhandelbare Fundament einer wehrhaften Demokratie.

Wenn auch du für Kinderrechte einstehst und Kindern eine Stimme geben willst, dann unterstütze uns bitte zur Landtagswahl mit deiner Unterstützungsunterschrift [18]. Diese hilft uns, an der Wahl teilnehmen zu können und ab 1 % der Stimmen die Parteienfinanzierung [19] zu erhalten. Mit 5 % ziehen wir in den Landtag ein und können dort eine laute und starke Stimme für Kinderrechte sein.

Quellen:

[1] https://www.unicef.de/informieren/einsatz-fuer-kinderrechte/weltkindertag
[2] https://www.unicef.de/informieren/ueber-uns/fuer-kinderrechte/un-kinderrechtskonvention
[3] https://netzpolitik.org/2026/eu-kids-act-eu-kommission-will-netz-mit-alterskontrollen-zupflastern/
[4] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-kommission-social-media-100.html
[5] https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/merz-klarnamen-internet-100.html
[6] https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/kabinett-beschliesst-gesetz-fuer-digitale-identitaeten
[7] https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-mensch-und-maschine.pdf
[8] https://landesportal.piratenpartei-sh.de/positionspapier/fuer-eine-kinderfreundliche-zukunftsorientierte-bildungs-und-lebensraumgestaltung/
[9] https://www.ndr.de/nachrichten/info/epg/neuer-pisa-schock-was-haben-deutschlands-schulen-verschlafen,sendung-4446246.html
[10] https://deutsches-schulportal.de/bildungsforschung/john-hattie-weniger-lehrplan-mehr-leidenschaft/
[11]  https://www.neueautoritaet.at/%C3%BCber-uns/saeulen-der-neuen-autoritaet.html
[12]  https://g-f-v.org/fuenf-jahre-covid-19-anmerkungen-der-gesellschaft-fuer-virologie-zur-aufarbeitung-der-covid-19-pandemie-in-deutschland/
[13] https://www.zeit.de/zeit-magazin/familie/2023-03/kindererziehung-partnerschaft-familie-alltag-organisation
[14] https://www.frauengesundheitsportal.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/eltern-burnout-statt-familienglueck/
[15]https://landesportal.piratenpartei-sh.de/wahlen/wahlprogramm/
[16] https://www.vielfalt-mediathek.de/begriffe/adultismus
[17] https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2029/Wahlprogramm#Kinder-_und_Jugendrechte_ins_Grundgesetz_.28GG.29
[18] https://wiki.piratenpartei.de/Datei:UU-LTWSH27_PIRATEN.pdf
[19] https://www.gesetze-im-internet.de/partg/__18.html

[Dieser Text wurde durch KI und menschlich lektoriert]

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Ein engagiertes Mitglied der Piratenpartei Schleswig-Holstein.

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