Für eine kinderfreundliche, zukunftsorientierte Bildungs- und Lebensraumgestaltung

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Präambel

Gelebte Demokratie beginnt bei den Jüngsten. Wir PIRATEN SH haben uns durch die Impulse von Grundschülies einer Kultur-Schule inspirieren lassen. Wir sind überzeugt: Ein Lebens- und Lernraum, der für Kinder gut ist, ist für die gesamte Gesellschaft besser. Wir fordern mehr Freiheit für Kinder in der Bildungs-, Verkehrs- und Umweltpolitik. Wir wollen weg von bürokratischen und autozentrierten Strukturen und hin zu gesunden, sicheren und kreativen Entfaltungsräumen, die ganz konsequent vom Kind aus gedacht sind.

Unsere Kernforderungen

  • Flexible Lernlandschaften – Überall im Schulhaus und draußen lernen: Das traditionelle Lernen im starren und geschlossenen Klassenzimmer bildet nicht mehr die Lebens- und Arbeitsrealität ab. Wir fordern den architektonischen und pädagogischen Umbau von Schulen und ähnlichen kommunalen Lernräumen zu offenen Lernlandschaften. Dabei orientieren wir uns an den modernen Age-friendly Cities-Modellen der WHO, einer generationsgerechten Quartierspflege und den Kriterien der UNESCO Learning Cities. Flure, Aulen, Treppenbereiche, Freiflächen und öffentliche Parks müssen flexibel als selbstbestimmte Einzel- und Gruppenarbeitsplätze nutzbar sein, denn Lernen darf und muss überall stattfinden können. Des Weiteren braucht es wieder mehr Spielplätze und Jugendzentren um als sogennater dritter Pädagoge zu unterstützen.
  • Praxis- und Lebenskompetenz – Mehr „echte“ Dinge lernen: Schule muss auf das echte Leben und ein lebenslanges Lernen vorbereiten. Wir fordern, den Lehrplänen mehr Raum für praktische Lebensweltorientierung und handlungsorientierte Projekte einzuräumen. Alltagskompetenzen wie Handarbeit, Technikverständnis, digitale Medienkompetenz, Kochen, nachhaltiges Gärtnern, Erste Hilfe und demokratische Mitbestimmung müssen entwicklungsgerecht fest verankert werden. Unser Weg führt uns weg von der bloßen, rein wirtschaftlich optimierten, berufsorientierten und „Datenkraken“-ähnlichen Schule und hin zu einer inklusionsorientierten Schule, die alle Lernenden ganzheitlich auf die Gesellschaft vorbereitet.
  • Naturnahe Erholungsräume – Das Jedermannsrecht gilt auch für Kinder: Schulhöfe dürfen keine asphaltierten, grauen Hitzeinseln sein. Wir fordern die konsequente Entsiegelung und altersgerechte Begrünung von Schulgeländen durch artenreiche Schulgärten, schattenspendende Bäume und naturnahe Spielräume. Zudem muss ein verbindliches, tägliches Zeitfenster für Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft fest im Schulalltag verankert werden und das ganz unabhängig vom regulären Sportunterricht.
  • Qualitätsoffensive für gesundes Schulessen: Das Essen an unseren Schulen muss frisch, ausgewogen, frei von Schadstoffen und vorrangig aus regionaler sowie ökologischer Erzeugung stammen. Wir fordern das Ende billiger Aufwärm-Verpflegung und setzen uns langfristig für ein kostenfreies, inklusives Mittagsangebot für alle Kinder ein.
  • Tempo 30 flächendeckend – Sichere Orte und kindgerechte Radwege: Die eigenständige Mobilität von Kindern ist ein hohes Gut. Um Schulwege und Wohnorte wirklich sicherzumachen, fordern wir Tempo 30 als allgemeine Regelgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften. Schulwege müssen durch bauliche Maßnahmen wie breite Gehwege und sichere Querungshilfen so geschützt werden, dass Kinder sich ohne ein „Elterntaxi“ gefahrenfrei bewegen können. Hierzu regen wir an, den § 45 STVO auf Bundesebene zu überarbeiten. Radwege müssen baulich getrennt, sicher und kindgerecht gestaltet sein. Ein wirklicher Schutz nach dem Vorbild der finnischen Hauptstadt Helsinki wird durch eine sichere Infrastruktur garantiert. Eine reine Helmpflicht lehnen wir ab, da sie wie eine Täter-Opfer-Umkehr wirkt, die die Verantwortung einseitig auf die Radfahrenden abwälzt.

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Über ABC_i407250234i_Jonas

Ein engagiertes Mitglied der Piratenpartei Schleswig-Holstein.

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