Die unsichtbare Hypothek: Warum wir beim Schutz von Kindern und Erzieher:innen radikal umdenken müssen
Die aktuellen Zahlen der Schuleingangsuntersuchungen sind ein absoluter Weckruf. Laut einem erschreckenden NDR-Bericht weisen fast 30 Prozent der Kinder Defizite auf – jedes siebte Kind hat sogar massiven Förderbedarf [1]. Wer das jetzt einfach nur auf „verpasste Kita-Zeit“ schiebt, macht es sich zu leicht. Für uns Piraten in Schleswig-Holstein ist klar: Wenn man genau hinsieht, springt einem hier die völlig unaufgearbeitete Realität der Covid-19-Pandemie regelrecht entgegen.
Sieben Jahre nach Beginn der Pandemie wird es Zeit für Ehrlichkeit. Auch die Gesellschaft für Virologie mahnt eine echte Aufarbeitung an [2]. Wir fordern: Der Fokus muss endlich auf den Menschen liegen, die unser System tragen, aber am wenigsten gehört werden – unseren Kindern und dem pädagogischen Personal!
Die biologische Realität: Auch milde Verläufe hinterlassen Spuren
Wir müssen als Gesellschaft aufhören, uns in die bequeme Illusion zu flüchten, Corona sei für Kinder harmlos. Die Wissenschaft zeichnet längst ein anderes Bild: Long Covid trifft auch Säuglinge und Vorschulkinder. Die Symptome sind oft schwer zu fassen, münden aber messbar in Schulabbrüchen und kognitiven Ausfällen [3, 4].
Noch alarmierender sind die neurologischen (das Nervensystem und Gehirn betreffenden) Erkenntnisse. Studien belegen eine Zelldegeneration (den fortschreitenden Verfall von Körperzellen) [5] und sogar eine vorzeitige Alterung des Gehirns – und das oft schon nach sogenannten „milden“ Verläufen [6]. Auch wissen wir mittlerweile, dass Infektionen während der Schwangerschaft die neuronale Entwicklung des Ungeborenen massiv beeinflussen können [7]. Wenn wir also über diese gravierenden Einschulungsdefizite diskutieren, sprechen wir potenziell auch über die organischen Langzeitfolgen einer Politik der stillschweigenden Durchseuchung.
Schulschließungen vs. Einsamkeit: Das eigentliche Problem
Um nicht missverstanden zu werden: Die Schulschließungen waren zum damaligen Zeitpunkt eine epidemiologisch (die Ausbreitung von Krankheiten betreffende) richtige und wissenschaftlich gebotene Entscheidung, um Leben zu schützen. Das haben wir als Piraten bereits detailliert wissenschaftlich aufgearbeitet [8].
Das Problem, das unsere Kinder heute kaputt macht, war nicht die temporäre Isolierung. Es ist die chronische Einsamkeit. Und das ist ein gewaltiger Unterschied: Einsamkeit ist keine selbstbestimmte Introversion (ein bewusster, gesunder Rückzug). Chronische Einsamkeit ist ein toxischer Stressor, der gerade bei Kindern und Jugendlichen messbare, fatale Hirnveränderungen hervorrufen kann, wobei Mädchen durch bestimmte soziale Dynamiken oft noch stärker betroffen sind [9]. Diese Einsamkeit ist aber nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern das Resultat einer Gesellschaft, die Kinder systematisch an den Rand drängt.
Ebenso merken wir, dass immer mehr Kinder, Jugendliche und Jung-Erwachsene mit Long Covid, Post Covid oder ME/CFS an Einsamkeit leiden. Erzwungen durch die chronische Erkrankung, da Reize und Belastungen die Symptome verschlechtern. Sie werden unsichtbar und ausgegrenzt. Das ist Teil eines gesamtgesellschaftlichen Problems [10, 11].
Adultismus: Wenn Blech und Beton die Kindheit verdrängen
Wir haben in Deutschland ein massives Egoismus-Problem [12]. Es äußert sich im „Adultismus“ – der ständigen strukturellen Bevorzugung von Erwachsenen und der gleichzeitigen Benachteiligung von Kindern [13].
Denkt mal zurück: Früher konnten Kinder auf der Straße kicken oder mit Kreide malen. Und heute? Unser öffentlicher Raum ist mit immer größeren Autos vollgestellt. Sie blockieren den Freiraum und sind eine ständige physische Gefahr. Wir haben unseren Kindern den Raum für ungezwungene, analoge Begegnungen einfach geraubt. Die pandemiebedingte Light-Isolation [14] hat dieses von Erwachsenen geschaffene Einsamkeit nur noch leicht verschärft. Dazu kommt, dass Spielplätze, Jugendzentren und ähnliche wichtige Orte der Begegnung immer weiter weggekürzt werden [15].
Der toxische Luxus des Präsentismus
Dazu kommt eine Arbeits- und Schulkultur, die krank macht. Der deutsche „Präsentismus“ – also der Zwang, sich auch krank zur Arbeit oder in die Schule oder KiTa zu schleppen – ist fatal. Dieser falsche Leistungsethos gefährdet nicht nur Kinder und Jugendlichen, sondern treibt auch Erzieher:innen und das Lehrpersonal in die Berufsunfähigkeit und fördert unkollegiales Verhalten [16]. Ein System, das Anwesenheit über Gesundheit stellt, fährt unweigerlich an die Wand und ist mit mindestens 130 Mrd. € jährlich für Deutschland extrem kostenintensiv. Das ist seit über 15 Jahren bekannt [17].
Was wir für Schleswig-Holstein fordern
Wir Piraten belassen es nicht beim Kritisieren. Passend zum vergangenen Long Covid Awareness Month fordern wir klare, strukturelle Maßnahmen für Schleswig-Holstein:
- Recht auf saubere Luft! Luftqualität ist Gesundheitsvorsorge. Wir wollen flächendeckende, fest installierte HEPA-Filteranlagen (Hochleistungsfilter, die Viren aus der Luft filtern) und CO₂-Ampeln in allen Kitas und Schulen. Wir kontrollieren Trinkwasser strengstens – warum zwingen wir Kinder, in virenbelasteter Luft zu atmen? [18]
- Schluss mit dem Präsentismus! Wer krank ist, bleibt zu Hause. Wir brauchen eine Kultur, die Infektionsketten bricht und Erholung zulässt.
- Schutz für Erzieher:innen! Kitas und Schulen sind Hochrisikobereiche für Atemwegsinfektionen. Der Arbeitsschutz für das Personal muss massiv hochgefahren werden.
- Wir holen uns den Freiraum zurück! Kommunen müssen für Kinder gebaut werden, nicht für Autos. Wir fordern verkehrsberuhigte Quartiere, sichere Radwege und mehr Spielräume gegen die strukturelle Einsamkeit [19].
Unser Fazit: Dass jedes siebte Kind in Schleswig-Holstein heute so massive Probleme hat, ist kein „Pech“. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen. Wir kämpfen dafür, dass die Gesundheit unserer Kinder und Erzieher:innen endlich Vorrang vor Autos, Bequemlichkeit und Präsenzkult hat!
Quellen:
[1] https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/von-der-kita-in-die-schule-warum-immer-mehr-kindern-schwerfaellt,schuleingangsuntersuchung-104.html
[2] https://g-f-v.org/fuenf-jahre-covid-19-anmerkungen-der-gesellschaft-fuer-virologie-zur-aufarbeitung-der-covid-19-pandemie-in-deutschland/
[3] https://www.news-medical.net/news/20250723/Infants-and-preschoolers-show-unique-signs-of-long-COVID.aspx
[4] https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2834480
[5] www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(22)00713-9#.YqbpsYo2SEI.twitter
[6] https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.03.05.24303816v1
[7] www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889159125004805
[8] https://die-flaschenpost.de/2024/10/10/piraten-arbeiten-auf-schulschliessungen/
[9] https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/gerade-bei-jugendlichen–einsamkeit-hat-fatale-folgen-36112394.html
[10] https://hirnstiftung.org/einsamkeit-und-neurologische-krankheiten-den-teufelskreis-durchbrechen/
[11] https://www.deutschlandfunk.de/long-covid-me-cfs-erschoepfungssyndrom-symptome-therapie-100.html
[12] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/15298868.2025.2593298#abstract
[13] https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/forschungsprojekte/DE/Studie_Adultismus_LFD_Projekt.html
[14] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/lockdown-light-123119
[15] https://www.deutschlandfunkkultur.de/kinderrechte-staedtebau-stadtplanung-spielplatz-oeffentlicher-raum-100.html
[16] https://wirtschaftspsychologie-aktuell.de/magazin/personal/studie-zeigt-praesentismus-foerdert-unkollegiales-verhalten/
[17] https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-767083.html
[18] https://dagl.de/saubere-luft/
[19] https://www.focus.de/familie/erziehung/einsamkeit-von-eltern-mitten-auf-dem-spielplatz-barfuss-im-sand-die-traenen-laufen_5521c33e-9ccb-43d5-a85b-704ada82298e.html
Leichte Sprache:
Wir müssen Kinder besser schützen!
Wir müssen Erzieher und Erzieherinnen besser schützen!
Darum müssen wir viele Dinge ändern.
Ein Bericht im Fernsehen zeigt schlimme Zahlen.
Viele Kinder in Schleswig-Holstein haben Probleme bei der Einschulung.
Fast 30 von 100 Kindern haben Entwicklungs-Probleme.
Jedes siebte Kind braucht sehr viel Hilfe in der Schule.
Viele Menschen geben nur der verpassten Kita-Zeit die Schuld.
Das ist ein Irrtum.
Wir von der Piraten-Partei Schleswig-Holstein sagen die Wahrheit.
Die Corona-Krankheit ist der wahre Grund für diese Probleme.
Die Corona-Zeit-Start ist nun sieben Jahre her.
Wir müssen endlich ehrlich über diese Zeit sprechen.
Fachleute für Viren fordern das ebenfalls.
Wir fordern einen neuen Fokus in der Politik.
Wir müssen auf die wichtigen Menschen achten.
Diese wichtigen Menschen sind unsere Kinder.
Diese wichtigen Menschen sind auch das Personal in Schulen und Kitas.
Corona schadet dem Körper immer.
Viele Menschen glauben an eine harmlose Corona-Krankheit bei Kindern.
Das ist falsch.
Forscher zeigen ein völlig anderes Bild.
Auch Babys und kleine Kinder bekommen Long Covid.
Long Covid ist eine lange und schwere Krankheit nach Corona.
Die Kinder haben dadurch große Probleme beim Denken.
Viele Kinder brechen deshalb die Schule ab.
Corona schadet besonders dem Gehirn.
Zellen im Körper gehen durch das Virus kaputt.
Das Gehirn wird durch das Virus schneller alt.
Das passiert oft nach einer leichten Corona-Erkrankung.
Schwangere Frauen können sich mit Corona anstecken.
Das schadet der Gehirn-Entwicklung von dem Baby im Bauch.
Darum haben heute so viele Kinder Probleme bei der Einschulung.
Die bewusste Durchseuchung der Menschen war ein großer Fehler.
Einsamkeit ist das wahre Problem.
Wir möchten richtig verstanden werden.
Die Schulen wurden in der Corona-Zeit geschlossen.
Das war damals die richtige Entscheidung.
Nur so konnten wir das Virus stoppen.
Nur so konnten wir Menschenleben retten.
Wir Piraten haben das mit wissenschaftlichen Texten bewiesen.
Etwas völlig anderes macht unsere Kinder heute krank.
Es ist die dauerhafte Einsamkeit.
Manche Menschen sind gerne allein.
Das ist eine gesunde Entscheidung.
Dauerhafte Einsamkeit bedeutet großen Stress für den Körper.
Dieser Stress verändert das Gehirn von Kindern und Jugendlichen.
Mädchen leiden oft besonders stark darunter.
Unsere Gesellschaft drängt Kinder an den Rand.
Genau das erzeugt diese schlimme Einsamkeit.
Immer mehr junge Menschen haben Long Covid oder ME/CFS.
Diese Krankheiten machen extrem müde und schwach.
Aktivitäten verschlimmern die Schmerzen.
Deshalb müssen diese jungen Menschen oft zu Hause bleiben.
Dadurch werden sie sehr einsam.
Die Gesellschaft übersieht diese kranken Menschen.
Die Gesellschaft grenzt diese kranken Menschen aus.
Das ist ein großer Fehler von uns allen.
Erwachsene nehmen den Kindern den Platz weg.
Erwachsene in Deutschland denken oft nur an sich selbst.
Fachleute nennen das Adultismus.
Das bedeutet: Erwachsene machen die Regeln nur für sich selbst.
Die Kinder haben dadurch große Nachteile.
Früher haben Kinder auf der Straße Fußball gespielt.
Früher haben Kinder mit Kreide auf die Straße gemalt.
Heute stehen dort riesige Autos.
Diese Autos sind gefährlich für Kinder.
Die Autos nehmen den ganzen Platz weg.
Die Kinder haben draußen sehr wenig Platz für Treffen.
Die kurze Isolation in der Corona-Zeit war nur ein kleiner Teil des Problems.
Die Erwachsenen haben diese Einsamkeit schon vorher erschaffen.
Zusätzlich schließt die Politik viele Spielplätze und Jugendzentren.
Orte für Kinder verschwinden immer mehr.
Krank zur Arbeit gehen ist gefährlich.
Unsere Regeln für Arbeit und Schule machen Menschen krank.
Viele Menschen gehen trotz Krankheit zur Arbeit oder in die Schule.
Fachleute nennen das Präsentismus.
Das ist sehr gefährlich.
Das kranke Verhalten gefährdet Kinder und Jugendliche.
Lehrer und Erzieher werden dadurch dauerhaft krank.
Die Gesundheit ist wichtiger als die bloße Anwesenheit.
Dieses falsche Verhalten kostet Deutschland jedes Jahr 130 Milliarden Euro.
Wir wissen das schon seit über 15 Jahren.
Das fordern wir für Schleswig-Holstein.
Wir Piraten wollen Dinge verbessern.
Der letzte Monat war der Long-Covid-Aufklärungs-Monat.
Wir haben deshalb klare Forderungen für unser Bundesland.
Wir fordern das Recht auf saubere Luft.
Gute Luft schützt unsere Gesundheit.
Wir fordern starke Luft-Filter für alle Schulen und Kitas.
Wir fordern CO2-Ampeln für alle Klassenzimmer.
Diese Geräte holen die Viren aus der Luft.
Wir prüfen unser Trinkwasser sehr genau.
Wir müssen die Atemluft unserer Kinder genauso gut prüfen.
Kranke Menschen bleiben zu Hause.
Das muss eine feste Regel werden.
So stoppen wir die Ansteckung anderer Menschen.
So kann der kranke Körper wieder gesund werden.
Wir fordern mehr Schutz für Erzieher und Erzieherinnen.
In Kitas und Schulen stecken sich Menschen schnell an.
Wir müssen das Personal dort stark schützen.
Wir fordern mehr Platz für Kinder.
Städte müssen Orte für Kinder sein.
Wir brauchen Wohngebiete mit wenig Autos.
Wir brauchen sichere Wege für Fahrräder.
Wir brauchen mehr Platz zum Spielen.
Das hilft gegen die Einsamkeit der Kinder.
Unser Ergebnis ist klar.
Jedes siebte Kind in Schleswig-Holstein hat heute große Probleme.
Das ist das direkte Resultat von schlechter Politik.
Wir kämpfen für die Gesundheit unserer Kinder.
Wir kämpfen für die Gesundheit der Erzieher und Erzieherinnen.
Die Gesundheit ist das Wichtigste überhaupt.
[Dieser Text ist KI und menschlich lektoriert und der leichte Spracheabsatz ist KI-Generiert]
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