Gefahrengebiet: Stormarn erneut unter Generalverdacht

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Polizeidirektion Ratzeburg plant ab 1. Oktober erneut ein Gefahrengebiet in Stormarn zu errichten, mit bisher unbekanntem Ausmaß. Neu ist diesmal der Einsatz einer Präventions- und Ermittlungsgruppe gegen Wohnungseinbruch, welche die Bürger über mögliche Gefahren aufklären soll. Dazu erklärt Arne Wulf, Sprecher der Piratenpartei im Kreis Stormarn:

„Die erneute Einrichtung eines Gefahrengebiets in Stormarn lehnen wir ab. Wir sehen darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheitsrechte der hier lebenden Menschen. Auch stellen wir den tatsächlichen Nutzen eines solchen Gefahrengebiets in Frage, denn scheinbar hat sich die Einbruchsrate in den letzten Jahren dadurch nicht entscheidend verbessert.

Es gilt ein Gefühl von echter Sicherheit und Lebensqualität im Kreis zu wahren. Wir begrüßen daher die verstärkten Bestrebungen der Polizei, der außerordentlich hohen Zahl von Wohnungseinbrüchen im Kreis entgegenzuwirken. Die zu diesem Zweck eingerichtete Präventions- und Ermittlungsgruppe gegen Wohnungseinbruch sehen wir dabei als einen wichtigen Schritt. Aber zusätzlich muss die bisher geringe Aufklärungsrate von 4,3% gesteigert zu werden, um zu signalisieren, dass sich Kriminalität in Stormarn nicht auszahlt. Dazu muss die Landesregierung der Polizei dringend benötigte personelle Ressourcen zu Verfügung stellen und keinen weiteren Stellenabbau betreiben.“

 


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