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Fracking – wir sind auch nach der Wahl noch dagegen!

Fracking - wir sind auch nach der Wahl noch dagegen!Fracking

Hydraulic Fracturing – kurz Fracking – ist eine Methode, mit der aus unseren Böden auch noch die letzten Reste an Erdgas und Erdöl heraus gequetscht werden sollen.

Beim Fracking wird natürliches Gestein durch hohen hydraulischen Druck mit künstlichen Rissen versetzt, um es für eine Öl- oder Gasförderung durchlässig zu machen.

Dafür wird ein Fracfluid, bestehend aus einem Gemisch aus Wasser, hochfeinem Quarzsand und zum Teil hochgiftiger und wassergefährdender Chemikalien, in das Erdreich gepresst. Durch den hohen Druck von über 1.000 bar werden die Gesteinsschichten aufgesprengt. Der im Fracfluid enthaltende Feinsand dient dazu, die künstlich erzeugten Risse im Gestein offen zu halten.

Diese Methode ist umstritten und birgt so viele Risiken, dass sich die Piratenpartei, nach Abwägung aller Kriterien dafür einsetzt, ein Fracking-Verbot in Deutschland zu erreichen.

Nach allem, was bisher über die Risiken der Fracking-Methode bekannt ist, geht unser Gedankengang aber noch über das Verfahren an sich hinaus: Wir verstehen es als wichtigen Teil der Generationengerechtigkeit, mit Ressourcen nachhaltig umzugehen, um so eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Aus diesem Grund dürfen wir die künftigen Gefahren, die diese Ausbeutungs-Methode erzeugt, nicht außer Acht lassen.

Vor der Pieke ist’s duster

Dieser alte Bergmanns-Spruch gilt auch heute noch. Aus geologischen Untersuchungen wissen wir, dass der Aufbau der Böden in Schleswig-Holstein sehr unterschiedlich ist.

Unsere Wasseradern laufen in verschiedenen Tiefen und werden auf 5 Stockwerke klassifiziert. Aus dem obersten Stockwerk wird im Allgemeinen unser Trinkwasser entnommen. Niemand weiß mit Sicherheit, wo und wie Verbindungen zwischen den einzelnen Wasseradern sind. Je tiefer die Stockwerke, umso mehr Salze sind im Wasser enthalten. Bereits heute kennen unsere Wasserversorger das Problem. Vor allem in trockenen Sommern wird soviel Wasser verbraucht, dass es zu einem Anstieg der Salze in einigen Brunnen kommt. Die Folge ist, dass diese dann vorübergehend stillgelegt werden müssen. Was bisher kein nennenswertes Problem ist, wird sich aber in Zukunft zu einem erheblichen Versorgungsrisiko entwickeln.

Denn Fracking verbraucht Wasser!

Viel Wasser. Sauberes Trinkwasser. Die Rezepturen der Firmen können nur dann gelingen, wenn Wasser mit einem gewissem Qualitätsstandard eingesetzt wird. Das bedeutet, dass viele Millionen Liter Trinkwasser irgendwo entnommen werden müssen!

Grundwasserkörper transportieren Schadstoffe über viele Kilometer

Schon ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Untersuchungen angestellt, welche sich mit dem Problem beschäftigten. Sie verdeutlichen, dass Verunreinigungen innerhalb der Wasseradern über viele Kilometer transportiert werden.

Durch die unterschiedlichen angebohrten Grundwasserhorizonte und deren Verbindungen zeigte sich, dass Wasservorkommen unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung trotz zahlreicher Störungen und Verwerfungen aus bis zu 30 km Entfernung wieder zutage gefördert werden.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann sich zum Teil hochgiftigen Chemikalien, die beim Fracking in die Erde gepresst werden, in unseren Brunnen und Quellen, im Trinkwasser und in Oberflächengewässern wiederfinden.

Für ein Verbot von Fracking

Die Achtung des Lebens jeglicher Art ist ein Grundprinzip der PIRATEN. Wir setzen uns für einen schonenden Umgang mit der Umwelt und den Erhalt der Natur ein.

Dabei sind wir uns bewusst, dass dies oftmals im Gegensatz zu wirtschaftlichen Interessen steht. So gilt es, einen angemessenen Ausgleich zwischen dem ökonomischen Interesse und dem ökologischen Anspruch zu schaffen – wobei letzterer im Zweifelsfall den Ausschlag geben sollte.
Bei der Anwendung von Fracking ist das nicht gegeben.
Derartige Verfahren bergen nicht nur ein erhebliches Umweltrisiko und widersprechen der beschlossenen Energiewende, sie werden dem ökologischen Anspruch für Mensch, Tier und Umwelt nicht gerecht. Deshalb setzen sich die Piraten für ein Verbot von Fracking ein.

Wir Menschen sollten uns unserer Verantwortung für diesen Planeten und nachfolgende Generationen bewusst sein! Es darf nicht mehr weiter um Gewinnmaximierung durch höhere Ausbeuten oder Mehrverbrauch gehen. Wir brauchen Konzepte zum Überleben, und das nicht nur für einige wenige Wohlsituierte.

Weitere Informationen dazu gibt es hier: http://stoppt-fracking.de/

Von Gabi Kögler

4 Kommentare

  1. Gabriele Kögler

    02/09/2013 @ 20:28

    Danke für Deine sehr fundiert ausgearbeiteten Links! Da darf sich jeder Leser gern weiter informieren!

  2. Danke für den Beitrag – kopiere ich mal in unsere „Info-Schublade“ mit den www-link (im http://www.eeg-eeg.ch ) Gruss aus dem durch Geotherm-Bohrwut Erdbeben-Basel (mit zu hohem Bohrdruck: bis 300 bar an der Oberfläche, statt höchstens 80 bar..)