Preetz verseucht durch Altlasten: Kleine Anfrage der PIRATEN soll Klarheit schaffen

Ehem. Betriebsgelände von Harder, Uebel & Co
„Der umgangssprachliche Begriff Altlast bezeichnet einen abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche, der infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens oder des Grundwassers aufweist, wodurch die durch Rechtsnormen geschützte Mindestqualität nicht mehr gegeben ist.“ – de.wikipedia.org

Von Altlasten haben wir in Preetz mehr als genug. 

Aufgrund der Vergangenheit der Stadt als Schusterstadt waren in Preetz viele Schlachtbetriebe und Gerbereien beheimatet, mit deren, teilweise hoch toxischen Hinterlassenschaften die Stadt noch heute zu kämpfen hat. Die Sanierung der betroffenen Böden ist teuer, teilweise sogar nicht zu bewerkstelligen, also versiegelt man sie, um eine Gefährdung für die Umwelt zu verringern. Ist von vorsätzlicher Versiegelung von Böden die Rede, meint man damit normalerweise, dass versucht wird, das Eintreten von Wasser – durch die Schadstoffe im Boden verseucht – in das reguläre Grundwasser zu verhindern. Häufig mit mäßigem Erfolg.

Es gibt aber auch noch andere Gefährdungen. Als Beispiele wären hier die ehemalige Teerdestilationsanlage oder das ehemalige Gaswerk zu nennen.  

Die Sanierung der Gebiete soll erfolgreich abgeschlossen sein. Aber noch heute muss Grundwasser durch Aktivkohlefilter gereinigt werden, bevor es in die Kanalisation abgeführt werden kann; noch heute wird in einigen Gebieten vor dem Verzehr von im eigenen Garten angebauten Feldfrüchten gewarnt oder sogar empfohlen, Kinder nicht draußen spielen zu lassen.

Auf  Nachfrage der Piratenpartei beschäftigt sich der Umweltausschuss der Gemeinde Preetz mit dieser Problematik, die Zuständigkeit wird jedoch immer wieder auf den Kreis geschoben, welcher sich wiederrum weigert vorhandene Daten zur tatsächlichen Gefahrenlage zu veröffentlichen. Unter dem Vorwand: „Nur bei berechtigtem Interesse“ – Dass das Grundstück auf dem das eigene Haus steht, oder der Spielplatz auf dem die eigenen Kinder täglich Sandkuchen backen, möglicherweise mit höchst gesundheitsgefärdenden Stoffen versetzt ist, scheint hierbei nicht Berechtigung genug für eine Auskunft  zu sein.

Damit ist jetzt Schluss.

Wir PIRATEN fordern eine Veröffentlichung aller relevanten Daten auf den Seiten der Stadt Preetz.

Darüber hinaus haben wir die Landtagsabgeordenete der Piratenpartei Angelika Beer  über die Problematik, vor der die Bürger der Stadt Preetz stehen, in Kenntnis gesetzt. Eine Kleine Anfrage der Abgeordneten zu diesem Thema befindet sich derzeit in der Vorbereitung.

Wir bleiben dran und informieren Sie, wenn es Neues zu berichten gibt!

Vielen Dank auch an Christoph Hinrichs für die Mitarbeit an diesem Artikel!

 

Piratenpartei Kreis Plön


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