Preetz: Digitalisierung des Ratssystems

CC-BY-SA-2.5: Pavel Krok; DodgertonSkillhause; MCS

Nach langer Vorlaufphase, der Einsetzung von Arbeitskreisen und Expertenrunden und der Schaffung einer finanziellen Basis, hat sich die Stadtvertretung der Stadt Preetz für die Einführung eines digitalen Ratssystems entschieden. Dieses soll im 4. Quartal 2014 zur Verfügung stehen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Weniger Papier, Einsparungen in der Verwaltung, Zugriff auf Daten während der Sitzungen und die Möglichkeit für schnellere Reaktionen auf Änderungen. (Wichtig u.A. für den Bauausschuss)

So weit, so gut.

Dann allerdings entzündete sich eine heftige Diskussion anhand der Frage nach den Endgeräten. Die Stadt Preetz wollte alle Vertreter und Mitglieder der Ausschüsse mit Endgeräten der Marke Apple ausstatten, ca. 50 Stück. Mit den Kosten der Wartung und Administration bewegte man sich knapp innerhalb des zur Verfügung stehenden Finanzrahmens.

CDU/FWG favorisierten ein Hybrid-System auf Basis von Windows 8. Man kalkulierte inetwa mit den selben Kosten.

SPD und Grüne wollten keine Endgeräte da sich die Kosten nicht nachhaltig begründen ließen. Der Lebensdauer von erhofften 4 Jahren standen eine Amortisationsdauer von 53 Jahren entgegen.

Zusammen mit den Piraten entwickelte die SPD einen Antrag, welcher die Digitalisierung festschreibt, die Beschaffung von Endgeräten allerdings aufschiebt. Dieser Antrag wurde  angenommen.

Desweiteren legte die Piratenpartei nahe, ersteinmal in die digitale Infrastruktur des Ratssystems zu investieren, statt in teure Endgeräte.

Einige Punkte:

  • Schnellere Server:

Um die Stabiliät und Nutzbarkeit der Webseiten der Stadt ohne übermäßig lange Ladezeiten zu gewährleisten und um einen eigenständigen, internen Mailserver betreiben zu können.

  • Ausbau der Suchfunktionen:

Informationen zu veröffentlichen ist das Eine, sie müssen für den Bürger aber auch auffindbar sein.

  • Email-Adressen für die Stadtvertreter:

Dass der tägliche E-Mailverkehr unserer Stadtvertretung über private Webmail-Angebote abgewickelt wird, deren Server teilweise im Ausland stehen (G-Mail aus den USA etc.), ist für uns inakzeptabel.

  • End-to-end-Verschlüsselung          

Es ist davon auszugehen, dass auch vertrauliche Informationen von Mitgliedern der Stadtvertretung via E-Mail verschickt werden. Eine hinreichende Verschlüsselung sollte selbstverständlich sein. 

Wir bleiben dran.

 

Vielen Dank auch an Christoph Hinrichs für diesen Artikel.

Piratenpartei Kreis Plön


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