Kreistag

Auf dieser Seite werden zukünftig Beiträge aus dem Kreistag veröffentlicht.

Populismus und Kultur

Kreistag 15.07.2016 Studien zum Thema Rechtsorientiertheit in der Region NF sind seit Jahren eindeutig: besonders unter Jugendlichen gibt es einen deutlichen Anteil solcher, die mit Kern-Aussagen rechtsextremer und rechtspopulustischer Gruppierungen symphatisieren. Während des heutigen Kreistages wurde dies nicht nur und vornehmlich durch einen Auftrag an den Kultur und Bildungsausschuss explizit benannt, es wurde vielmehr und mehrmals im Kontext zwischen Aufgabestellungen der Kreiskultur-Arbeit und der generellen Aufgabestellung von Kultur deutlich, dass die Förderung kultureller Identität ein Kernstück vorbeugender Kulturarbeit ist. Der heute verabschiedete Kulturentwicklungsplan beschreibt die Nordfriesische Kulturarbeit als eine allumfassende Konzeption, die soziokulturelle Unterschiede nicht problematisiert, sondern als substanzielles Element begrüßt. Aber die große Aufgabe wird in Zukunft nicht darin bestehen, gute Argumente für kulturelle Vielfalt zu finden; Kernfrage wird vielmehr sein, wie wir die in der ländlichen Region wachsende Schicht von Jugendlichen mitnehmen, die sich von der elitär geprägten Kulturarbeit der Gegenwart abgehängt fühlen. Dabei ist das Internet ein Tor, das wir als Politik, viel mehr als bisher, und für ihre Hauptzielgruppe erschließen müssen.

Fraktionsfrei

Fraktionsfrei

Nach dreijähriger Einarbeitung in die Kommunalpolitik startet Timo Ploog als fraktionsfreier Pirat in den kooperativen Alleingang: „Bislang war es wichtig die internen Abläufe ideologiefrei und unvoreingenommen kennen zu lernen. Jetzt muss es weiter gehen. Nordfriesland braucht eine unabhängige Stimme, die im Dialog mit allen im Kreistag vertretenen Parteien steht und zur Stelle ist , wenn überholte Standpunkte neu bewertet werden müssen. Mein Engagement im Rahmen der laufenden Kulturentwicklungsplanung sorgt bereits  für wichtige Paradigmenwechsel; Kulturpolitik darf nicht länger der ungeliebte Prügelknabe der Finanzen sein. Mit der Fertigstellung des Kulturentwicklungsplans im Juli werden endlich klare Akzente gesetzt die deutlich machen in welchen Bereichen sich der Kreis zukünftig kulturell engagieren wird. Kernthema ist und bleibt unsere Dänemark-Nähe. Hier werden wir viel mehr als bisher auf unsere Nachbarn zugehen und von einander lernen. Für die Zukunft wünsche ich mir eine starke gemeinsame Stimme als Europäische Modelregion!“  

Kultur auf dem Land

Gräben liegen in den bildungsbürgerlichen Vorstellungen der sogenannten „Hochkultur“.  Kultur und Land, das ist in vielen Köpfen ein Widerspruch in sich. Dabei gibt es gerade in Nordfriesland Beispiele für regionale Authentizität, abseits von Prestige-Kulturismus und Casting-Sofa. Eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltungsreihe wie die der Gardinger Musikantenbörse bringt alljährlich dutzende Bands auf die Bühne. Solch großartige Projekte zukünftig zu unterstützen muss Teil unserer Kulturplanung sein. Diese startet jetzt. Und ich freue mich darauf!  

Handys und Schulen

„Jugend im Kreistag.“ Wenn man als Pirat zu einer Veranstaltung mit diesem Titel eingeladen wird, springt man selbstverständlich umgehend auf und tänzelt sogleich best gelaunt Richtung Plenarsaal. Und, um das Fazit vorweg zu nehmen: Es hätte sich alleine deshalb gelohnt, um zu zeigen, dass politischer Nachwuchs im Interesse aller demokratischen Parteien eines der wichtigsten Themen sein muss. Aber nicht nur für das „Überhaupt“  hat es sich gelohnt mitzumachen: Während des gemeinsamen Kaffee-Trinkens vorher, wurden wichtige Themen diskutiert. Allen voran das der Medienverbote/-Einschränkungen an den hiesigen öffentlichen Schulen. Im Hinblick auf eine der Zukunft zugewandten Bildungspolitik glaube ich, dass es zu klein gedacht ist, „neue“ Medien rein zur Prävention vor Missbrauch und ganz pauschal zu verbieten.  In welchem Maß es überhaupt zu rechtfertigen ist, hängt davon ab, inwiefern die jeweilige Schule Angebote für das Erlernen der nötigen Medienkompetenzen zu Verfügung stellt.

Bericht vom Kreistag

Ja, es gibt sie, die „nordfriesische Sprache“. Sie ist die Summe der in Nordfriesland gesprochenen Dialekte des Friesischen und durch eine entsprechende EU-Charta als Minderheitensprache geschützt. Gut so, denn über Sprache findet die Identifikation statt, die ländliche Regionen so nötig brauchen um sich langfristig und nachhaltig ihre Attraktivität zu sichern. Wie es um die Pflege des Plattdeutschen bestellt ist, sollte auch hinterfragt werden, aber der Kreistag hat gut daran getan, sich an dieser Stelle mit den Zielen der „Amrumer Resolution“ zu solidarisieren. Nähere Informationen: http://friiske.de/friesen-verabschieden-amrumer-resolution/.  Was das Piratische angeht war es an mir, eine Idee unseres Husumer Stammtisches weiter zu geben, die darin besteht, eine weitere Einwohnerfragestunde am Ende einer jeden Kreistagssitzung zu installieren. Unterstützung gab es für diesen Vorschlag vor allem von der Wählergemeinschaft, namentlich Hans-Jürgen Fröhlich: „Bei uns rennen sie damit offene Türen ein!“ Im Ergebnis wurde leider nur entschieden, das Ganze vorerst in den Hauptausschuss zu überweisen und im Kontext mit anderen Bürgerbeteiligungsmaßnahmen am 14.03.2014 in Leck zu besprechen. Hier wird es auch um Liquid Friesland gehen, dem anderen und vergleichsweise großen piratischen Thema.  Nähere Infos unter: http://www.youtube.com/watch?v=Iryuemlfl6A&feature=youtu.be&hd=1 Mit der Diskussion um die Forderung nach einer externen Verwaltungsuntersuchung ging es nun auch in die nächste Runde: Hierbei setzte sich die Jamaika Kooperation aus CDU, FDP und Grünen (mit mir) durch, sich den juristischen Weg der Klage offen zu halten. Im Kern ging es jedoch um Möglichkeiten, den Streit auf nicht rechtlichem Weg beizulegen. Doch auch im Streitfall ließe sich etwas Positives finden. Der entstandene Präzedenzfall würde hier nicht nur in Nordfriesland für Klarheit sorgen.

„Kommunalpolitik“, kann man das essen?

„Kommunalpolitik“, kann man das essen?

1,8 Prozent der Wähler haben uns bei der Kommunalwahl letztes Jahr das Vertrauen ausgesprochen. Diese Wähler plus die niedrige Prozenthürde für den Kreistag haben es möglich gemacht, dass nun auch ein Pirat das Vergnügen hat, aktiv am politischen Geschehen in der Region mit zu wirken. Und das wäre dann ich. Weiterlesen