Einwände an die Stadt bezüglich des Einkaufszentrums Innenstadt.

Wir stellen hier ihnen unsere Bedenken gegen ein EKZ  in der geplanten Größe am Standort Sagerviertel vor. Unsere Punkte haben wir aus den veröffentlichten Gutachten, guter Ortskenntnis, wirtschaftlichen Gesichtspunkten und viel Detailrecherche zusammengestellt.

1. Verkehrsleitung :

1. Allgemeiner Verkehr in der gesamten Stadt

  1. Durch die Sperrung des Großfleckens kommt es zu einer Teilung der Innenstadt in Süd und Nord Stadt. Die Verbindungen Parkstraße und Schützen Straße  werden zu alternativ Trassen die so nicht in der Lage sein werden den Verkehr aufzunehmen. Die Einwohner des Stadtteiles Mitte sind dadurch auf den Ring angewiesen. Dieser ist heute bereits überlastet. Der zusätzliche Verkehr auf dem Ring durch die Bewohner des Stadtteils Mitte fand keine ausreichende Berücksichtigung zudem fehlen Alternative Verkehrsflächen um den Ring zu entlasten.

  2. Dieser zusätzliche Verkehr auf dem Ring wird Auswirkungen auf den Verkehr des gesamten Stadtgebietes haben. Damit ist auch mit einer Auswirkung für ein Nahversorgung der Einwohner zurechnen, sowie eine notwendige Anpassung der Nahversorgungsstandorte. Der Schaden für die in den Stadtteilen in der bisherigen dezentralen Struktur angesiedelten übrigen Firmen und die damit verbundenen Kosten und Arbeitsplätze für die Betriebe und Einwohner ist heute in keiner Weise einzuschätzen. Wenn für diese Problematik keine Zahlen ermittelt wurden, möchten sie das Bitte nachholen und berücksichtigen.

  3. In der Stadtplanung ist bekannt, dass die fehlenden Stadtteilverbindungen, die den Ring entlasten könnten, geplant und vorbereitet in den Schubladen liegen. Angesichts der Wichtigkeit des Ringes für gesamt Neumünster, müssen zunächst diese gebaut werden,  um so dem Ring die notwendige Entlastung zu verschaffen. Danach ist der Ring optimal zu gestalten. Mit dieser dann klaren Vorgehensweise kann man genau ermitteln, welche Verkehrslast dem Ring zukünftig zuzumuten ist. Unter Berücksichtigung dann genauer Zahlen kann dann die Entwicklung der Innenstadt unter Einbindung der Interessen aller Betroffenen vorangetrieben werden.

  4. Der Verkehr auf dem Ring wird bei stimmiger Planung durch zusätzliche mindestens 3000 KFZ täglich belastet werden, Hinzukommen angenommen 8200 Fahrzeuge zum geplanten EKZ so das sich die Zahl auf 11500 erhöht. In Spitzenzeiten sicher auf 15000. Die hierfür notwendigen Schallschutzgutachten des Ringes, besonders für die Bereiche mit Seniorenwohnheimen, scheinen zu fehlen.

  5. Es gibt keine möglichen Umleitungen, nach Abschluss der Baumaßnahmen außer der A7, wenn der Ring ausfällt und das EKZ geöffnet hat, die die geschätzten 15000 Fahrzeuge mehr auf dem Ring aufnehmen können. Diese führt zu extremen Verkehrssituationen in Anwohnerstraßen als auch in den Nachbargemeinden. Wurden diese bei der Planung involviert und auf diesen Umstand  aufmerksam gemacht.

  6. Die vorgestellte Planung im Rahmen des Stadteilbeiratssitzung erweckte den Eindruck, dass es sich hier um ein Lokal begrenztest Projekt handelt. Tatsache ist aber das durch die Zusatzbelastung und Umbaumaßnahmen des Ringes alle Einwohner Neumünsters, sogar auswärtige Arbeitnehmer und unzählige in den Stadtteilen angesiedelte Firmen betroffen sind. Hier wäre eine Einwohnerversammlung einzuberufen gewesen und nicht nur eine auf einen Stadtteil begrenzte Planvorstellung. Dieses muss nachgeholt werden.

  7. In den anderen Stadtteilen wurden keine kritischen Bürgerbefragungen abgehalten, so dass die Bürger dieser, so hat es den Anschein, bewusst aus der Planung herausgehalten wurden.

  8. Was ist geplant um den zusätzlichen Verkehr auf der Wasbeker Str. im Bereich der Kreuzung Ring flüssiger zu gestalten  eine 2 spurige Verkehrsführung wird zum zügigen Abfluss in mögliche 4 Richtungen dann nicht mehr ausreichen.

  9. Der geplante Verkehrsabfluss in Richtung Nordstadt ist scheinbar bewusst sehr niedrig angesetzt, obwohl hier die größten Verkehrsraumreserven sind, sofern hier keine Großveranstaltungen der Holstenhallenbetriebe sind.

  10. Das für das Einkaufzentrum notwendige Verkehrskonzept enthält, so beweist die nachgeschobene Forderung eines Kreisverkehrs an der Max Johannsen Brücke,  Defizite.

2. Innenstadtverkehr in Verbindung mit einem EKZ:

  1. Es ist ganz offensichtlich, dass die Sperrung oder der Umbau der Kreuzungen bei Durchgangsverkehr des Großfleckens nur zum Vorteil des geplanten EKZ notwendig ist. Die Belange der vorhandenen Geschäftswelt in ihren alten Strukturen werden nicht berücksichtigt, eher offensichtlich zu Gunsten des EKZ benachteiligt. Was können die Mieter am Großflecken dafür das ihre Vermieter nicht investieren und so ihre Objekte nicht dem gewünschtem Stadtbild anpassen?

  2. Die zusätzliche Belastung des Kuhbergs und der Friedrichstr/Färberstr/Bahnhofstr. unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Fabrikstraße beim Bau eines EKZ fand keine Berücksichtigung, sicher der Verkehr bewegt sich noch im niedrigem Bereich, trägt aber in der Summe zum einem erhöhtem Verkehrsaufkommen und zu Lärmkonzentrationen bei.Der geplante Kreisverkehr am Konrad Adenauer Platz stellt in Verbindung mit dem dann dort stark auftretendem Bus und LKW Verkehr eine sehr hohe Gefährdung der Fußgänger dar. Dieses ist im Anbetracht der vielen Schüler in den Morgenstunden dort nicht hinzunehmen. Zudem sind weder Verlauf, noch die begleitenden Maßnahmen durchgeplant, sondern nur skizziert wie die Gutachterin betonte. Dadurch fehlt eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Einwendungen der Bürger, insbesondere im Hinblick auf die Fahrrouten des Schwerlastverkehrs.

  3. Die jetzige Planung stellt 8200 Fahrzeugen 420 Parkplätze zur Verfügung. Bei einer Verweildauer von 2 Std. sind und einer Öffnungszeit von 10 Std. bedeutet das aber 820 Fahrzeuge im Schnitt pro Stunde. Der Bedarf liegt aber, in 2 Std bei 1640 Parkplätzen, mal weniger, in Stoßzeiten erheblich höher. Dieses wird  einen erheblichen Parkplatzsuchverkehr auslösen und eine zusätzliche Belastung der Kreuzung Großflecken, die diesem Verkehr nicht gewachsen sein wird. Ein Parkleitsystem kann zwar rechnerisch Abhilfe schaffen. Auf kurz oder lang werden aber die Kunden ausbleiben, die keine Lust haben durch die halbe Stadt zu laufen um freie Parkplätze nutzen zu können. In einer Nachbesserung sind dann weitere neue Parkflächen im Bereich EKZ zu schaffen, die aber dann nicht von der Verkehrsinfrastruktur zu bedienen sind. Hier werden ohne Not Tatsachen geschaffen die zukünftig,  auch auf Kosten der Allgemeinheit, nachgebessert werden müssen.

  4. Die zahlreichen Parkplätze im Bereich Rathaus sind für die zukünftige Nutzung durch das EKZ unbrauchbar da sie zu weit von diesem entfernt sind. Im Gutachten von Olbrisch und Massuch ist ein falscher Mittelpunkt angegeben. In dem dort angegebenen 500 Mtr, Radius  ist, ausgehend vom Mittelpunkt EKZ, keiner der vorhandenen Parkplätze am Rathaus in Reichweite des EKZ. Nach den Prognosen der Gutachten wird der Südteil der Innenstadt weiter an Attraktivität verlieren. Damit werden diese Parkplätze überflüssig. Die Einbindung des Parkhauses Kaiserstraße in die Planung, wird die Parkplatzsituation dort durch die heutigen Mieter erheblich verschärfen.

  5. Eine mögliche Alternative Zu und Abfahrtstrecke ist die Rendsburger Straße / Friedrichstraße / Färberstr / Bahnhofstraße /  Wasbeker Straße. Dort ist im Bereich Färberstr., eine dem zu erwartenden Verkehr nicht gerechte Straßenführung sowie eine Denkmalgeschützte Brücke. Der Verkehr wird nach dem Bau des EKZ dort stark zunehmen. Für Ortskundige bietet sich die Linienstr an. Die Planung schließt diese Straße nicht mit ein. Schon heute ist im Zugangsbereich des Penny Marktes die Verkehrsführung von Fußgängern über die Straße als gefährlich einzustufen.

  6. Im Bereich Vicelinviertel – Christianstraße. Kieler Straße. bieten sich bei einer Sperrung des Großfleckens Schleichwege durch die verkehrsberuhigten Wohngebiete an. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar, wurde aber bei der Planung nicht berücksichtigt. Hier ist auch eine hohe zusätzliche Belastung der Straßen durch durchfahrenden Verkehr zu vermuten. Das gleiche gilt für den Kleinflecken und die Mühlenstr.

  7. Bei keiner der Verkehrslösungen werden der demografische Wandel, die Preisentwicklung der Energiekosten und die steigende Nachfrage in Internethandel ausreichend berücksichtigt.

3. Alternatives Verkehrskonzept ohne EKZ:

Man kann den Durchgangsverkehr auch ohne große Umbaumaßnahmen vom Großflecken fernhalten. An der Kreuzung Rathaus ist die Geradeausspur für den Invidualverkehr zu sperren und nur für Busse und Taxen zuzulassen. Rechtsabbiegen von der Plöner Straße in Richtung Großflecken ist weiterhin möglich.

Der Verkehr aus Richtung Haart und Altonaer Straße wird dann rechts in Richtung der Parkplätze Rathaus, Cityparkhaus und Rudolf-Weißmannstraße geleitet. Zudem besteht die Möglichkeit aus Richtung Altonaer Straße auch den Waschpohl anzufahren.

Die Umbaumaßnahmen wären sehr gering, der Effekt für den Großflecken wäre derselbe wie bei den geplanten Alternativen. Reicht das erwiesenermaßen nicht aus, kann als zusätzliche Maßnahme das Gleiche aus Richtung Bahnhof denkbar sein. Hier wird die Durchfahrt des Kuhbergs in Richtung Großflecken gesperrt. Über die Kieler Straße und die Bismarckstraße wird der Verkehr  in Richtung Christianstraße, Berliner Platz geleitet. Die Bismarckstraße wird hierzu zur Einbahnstraße So kann der Verkehr wieder auf den Ring bzw., in die Christianstraße. geleitet werden. Auch könnte man da weniger schadstoffbelastend, die beiden Einbahnstraßen Esplanade und Joachimstraße richtungsgeändert nutzen. Hierdurch ist aber mit heftigem Widerstand seitens der Anlieger zu rechnen. Alternativ könnte sich langfristig der Alte Kirchhof anbieten, über den eine Einbahnstraße in Richtung Christianstraße geführt werden könnte. So würde es sich anbieten, dann über die Parkstraße, Marienstraße zur Brachenfelderstraße eine Innenstadtumgehung einzurichten. Alle Parkplätze der Stadt wären so an einer Perlenschnur aufgezogen. Der Busverkehr darf weiterhin geradeaus über den Kuhberg fahren.

Alle diese Maßnahmen sind stufenweise einzuführen und können so langfristig ohne Zeitdruck, je nach Lösungsweg, fast ohne Kosten  umgesetzt, getestet und verändert werden.

Auf dieser Basis lassen sich weitere Alternativen wie ein Einbahnstraßenkonzept für die Innenstadt planen, ohne dass vorläufige Umbaumaßnahmen mit nicht vorhandenem Geld durchgeführt werden müssen.

Anzumerken ist das die Lösung durch die Bismarckstraße suboptimal ist, allerdings werden sich ortskundige Fahrer alternative Trassen suchen, wie zum Beispiel Über den Ring Christianstraße, oder zukünftig die Innenstadt als Durchfahrtstrecke  meiden und wie ursprünglich den geplant den Ring nutzen, sodass sich die Stadtplanung mit dem Ring entlastende Maßnahmen wie Stadtteilverbindungen und Ausbau befassen werden muss.

Diese Alternative ist der geplanten Verkehrsführung ohne ein Einkaufszentrum am Gänsemarkt gleichzusetzen und wird ähnliche Probleme hervorrufen, nur kotete es erheblich weniger.

Die Folge diese Konzeptes wird sein, dass weitere Maßnahmen, die wie bisher geplant, einzig und allein wegen des Baues eines Einkaufszentrums zu treffen sind, vom Investor verantwortet und bezahlt werden müssen. Sollte dann später deren Konzept nicht aufgehen, deren Verkehrsplanungen nicht ausreichen oder aber Emissionswerte und Lärmschutz gesetzliche Höchstwerte übersteigen, so ist allein der Investor für die Folgekosten seiner Fehler haftbar zu machen. Wenn der Investor der Meinung ist, dass er unter solchen Umständen nicht bauen kann, so zeigt es, dass unsere bisherigen Vorbehalte gegen die Planung im Punkt Verkehrsanbindung bestätigt worden sind.

2. Finanzen und wirtschaftliche Folgen:

  1. Das Konzept für ein EKZ in dieser Größenordnung widerspricht wirtschaftlich und ökonomisch in so vielen Punkten dem Einzelhandelsgutachten, das es unmöglich ist alle aufzuführen.( vgl hierzu Einzelhandelsgutachten der Stadt Neumünster , die Punkte 6 und 7). Eine angenomme Umsatzumverteilung von 10% -31% wird in erster Linie Preissteigerungen und einen Verdrängungswettbewerb nach sich ziehen. Bei nachlassender Kaufkraft und steigenden Preisen ist dieser von den Bestandsmietern nicht durchzuhalten. Zudem sind im Verträglichkeitsgutachten begleitende bestanderhaltenden Maßnahmen zu treffen, die durch die Stadt nicht zu finanzieren und auch nicht geplant sind. Die von der Stadt angekündigten Abgabenerhöhungen verschärfen diese Situation weiter, sodass wesentliche Berechnungsgrundlagen des Gutachtens schon heute nicht mehr der Realität entsprechen.

  2. Der Haushalt der Stadt ist defizitär, allein 2012 fehlen nach Angaben der Stadt ca. 14,4 Mill. Euro. Jetzt sollen, so ist die Empfehlung des Finanzausschusses Abgaben erhöht werden. Diese Zahlungen werden ab 2013 die Bürger und Unternehmer der Stadt belasten. Zusätzlich erhöhten die stadteigenen Stadtwerke die Energiekosten wegen gesetzlicher Vorschriften. Im Gegenzug erhält die Stadt dann einen Konsolidierungszuschlag in Höhe von 3,5 Mill Euro vom Land. Dessen Freigabe ist aber von erhöhten Einnahmen abhängig Dieser reicht dann um die Baukosten für die Verkehrslenkung von geschätzten 2,9 Mill. Euro abzudecken. Es sind also die Bürger, die das Projekt mit ihren Abgaben fördern und das auch noch zu Ihrem Nachteil. Diese Zweckentfremdung der zum Schuldenabbau gedachten Mittel macht zudem deutlich wie Ansprüche von Politikern und die Realität auseinander gehen. In der Folge, werden die Kosten für Mietnebenkosten und Strom steigen. Ein Kaufkraftverlust sowie ein daraus resultierender Einnahmenverlust, bei gleichzeitig ansteigenden Preisen wird die Folge sein. Eine Anpassung des Lohnes, der Rente, ALG 1 und 2 sind aber nicht von dieser Entwicklung betroffen, dieses entzieht sich zudem der Städtischen Einflussnahme. Die Lebensqualität der Menschen in dieser Stadt wird sinken. Tritt dann die negative Entwicklung des Großfleckens ein, so werden die Preise weiter steigen, da dann nur noch eine Versorgung überwiegend im EKZ möglich sein wird. Diese Entwicklungen konnten von den Gutachten in der Form nicht berücksichtigt werden und müssen nachgebessert werden.

  3. Die zahlreichen Parkplätze im Bereich Rathaus sind für die zukünftige Nutzung durch das EKZ unbrauchbar da sie zu weit von diesem entfernt sind. Durch drohende Verlagerungen oder Geschäftsschließungen im Bereich Großflecken  werden diese Parkplätze überflüssig. Die Kosten für Unterhaltung werden bleiben, die Einnahmen durch die Nutzung aber wegfallen. Wie sind diese Kosten aufzufangen.

  4. Der demografische Wandel der Stadt ist in seinen Auswirkungen nicht bei der Planung nicht im vollen Umfang berücksichtigt worden bzw. konnte nach einer Erhöhungen der Abgaben nicht mit den neuen zusätzlichen Belastungen berücksichtigt werden. Somit läuft die gesamte Planung gegen die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Bevölkerung der Stadt. Auswärtige Besucher werden sich überlegen unter den drohenden desolaten Parkmöglichkeiten und angesichts steigender Energiekosten Fahrten nach Neumünster zu unternehmen. Auch dieses heute bereits erkennbare Szenario blieb unberücksichtigt.

  5. Bei der Feststellung von möglichen Umsatzeinbußen, wurden die Auswirkungen des Onlinehandels nicht ausreichend berücksichtigt. Dieser wird bei anhaltender Kostensteigerung stark zu nehmen. Onlineeinkauf wird auch von den Einwohnern des Umlandes genutzt werden um Fahrtkosten zu sparen. Als Hinweis für die Expansion kann der geplante Bau eines Versandhandel Standortes in Neumünster gewertet werden.

  6. Eine vertragliche Vereinbarung welche verhindern soll das bestehende Betriebe ins EKZ umsiedeln, wie von OB Tauras angestrebt, ist eine Farce. Selbst bei einer Quote von nur 20% ist immer noch Platz für alle 18, der als Einkaufsmagneten der Innenstadt zu betrachtenden Betriebe. Bereits heute zählen diese in anderen Objekten des Investors ECE zu den Stammmietern.

  7. Durch ein EKZ wird die gesamte Struktur des bisherigen Einkaufsmöglichkeiten am Großflecken wird zusammenbrechen, die bisherige Lagenbewertung, die daraus resultierenden Grundstückswerte und Mieterträge werden abgewertet werden müssen. Solche Ereignisse werden dann dazu führen, dass verbliebene Magnetmieter entweder ins EKZ wechseln oder die Betriebsstätten schließen. Die Folgen werden weitere Leerstände sein mit negativen Auswirkungen auf die Gewerbesteuererträge der Stadt sowie auf dem Arbeitsmarkt. Das selbe Szenario gilt auch für  Inhaber geführte Geschäfte.

3. Schadstoff und Lärmbelastungen:

  1. Es gibt keine publizierte Lösung wie der angenommen LKW Verkehr von täglich 47 Fahrzeugen, zum und vom EKZ geleitet werden soll. Die vorhandenen Brücken in der Bahnhofstr. und der Wasbeker Str. nur 3,80 mtr. Bzw. 3,60 mtr. hoch sind, und so für die Passage von modernen LKW ungeeignet. Eine Ableitung der LKW über die Schützenstraße ist nicht im Gutachten bezüglich der Emissionen untersucht und dargestellt, würde aber mit Lärmschutzgesetzen in Konflikt kommen. Zudem fehlt ausreichend Park- und Warteraum für die Fahrzeuge. Aufgrund der vielen Geschäfte dort, ist mit erhöhten Standzeiten der Lieferfahrzeuge zu rechnen. Verkehrsprobleme mit den Bussen am ZOB sind vorhersehbar. Das hierfür notwendigen Untersuchungen im Verkehrskonzept fehlen, sind aber eine wichtige Entscheidungsgrundlage, auch für Einwendungen der Bürger.

  2. Alternative Verkehrskonzepte scheinen unter der Berücksichtigung des Baues eines EKZ  im Bereich Gänsemarkt/Sager Viertel und des daraus resultierendem Verkehrs im Innenstadtbereich nicht möglich zu sein. Da bei der Planung offensichtlich nur die Möglichkeiten an den Interessen des EKZ in der Innenstadt gemessen wurden, ist eine Gegenüberstellung der ansteigenden Immisionsbelastungen der anderen Stadtteile durch den Mehrverkehr auf dem Ring dringend erforderlich.

  3. Der Anschluss des geplanten Einkaufszentrums an den überörtlichen Verkehr soll über den innerstädtischen Ring erfolgen. Im Entwurf des Verkehrskonzeptes Innenstadt ist vorgesehen, dass der auswärtige Zielverkehr zum geplanten Einkaufszentrum auf den innerstädtischen Ring geführt und von dort gezielt zu den freien Stellplätzen im geplanten Einkaufszentrum bzw. in der näheren Umgebung geleitet wird. Schwerpunktmäßig wird der Zielverkehr zum geplanten Einkaufszentrum über die  Hauptstraßen auf den Ring gelangen. Daraus ergeben sich geschätzte Gesamtemissionen mit einer Zunahme für Schadstoff Stickoxid 53%, Kohlenstoffdioxid 56% und Feinstaub 50%. Bei Benzol ist mit höheren Zunahmen von bis zu 690% bis 720% zu rechnen. Aufgrund der derzeitigen Planungen sind durch erhöhtes Verkehrsaufkommen Lärmbelastungen zu erwarten, die die zulässigen Grenzwerte der TA Lärm, 16.BImSchV überschreiten. Darüber hinaus ist den Bürgern der Stadt eine Zunahme der Gesamtemissionen in der oben genannten Höhe nicht zuzumuten, da dadurch das Erkrankungsrisiko unverhältnismäßig steigt.

  4. Das Städtebauliche Konzept für das Einkaufszentrum sieht vor, die Anbindung für den Kunden- und Lieferverkehr im Wesentlichen über den nördlichen Knoten Konrad-Adenauer-Platz (Kundenverkehr) sowie den südwestlichen Doppelknoten Bahnhofstraße / Fabrikstraße in Verbindung mit Bahnhofstraße / Am Teich / Schleusberg (Kunden- / Lieferverkehr) zu realisieren. Hinsichtlich  der  Anlieferungen  und  Versorgungs- /  Entsorgungsverkehr  ist  von  folgenden  Belastungen auszugehen: Es wird erwartet, dass etwa 47 Lkw-Fahrten (einfache Fahrt)  über den Schleusberg abgewickelt werden. Gemäß Planung zur Verkehrstechnischen Untersuchung werden über den LSA 214 (Knoten Holsatenring / Schleusberg) mehr als 7200 Kfz/24h  für das Jahr 2025 erwartet. Zum jetzigen Zeitpunkt eine Verdoppelung (derzeit 3100 Kfz/24h). Am Schleusberg, Kreuzung Schützenstraße, befindet sich das „Haus Schleusberg Senioren- und Pflegeheim“, hierfür gelten folgende Immissionsgrenzwerte gemäß TA Lärm  Pflegeanstalten  Tag 45 dB(A) Nacht 35 dB(A) 16.BImSchV  Altenheime…Schulen Tag 57 dB(A) Nacht 47 dB(A) Diese Grenzwerte werden bei der jetzigen Planung deutlich überschritten, vermutliche Werte größer 75dB(A).

  5. Der Anschluss des geplanten Einkaufszentrums an den überörtlichen Verkehr soll über den innerstädtischen Ring erfolgen. Im Entwurf des Verkehrskonzeptes Innenstadt ist vorgesehen, dass  der auswärtige Zielverkehr zum geplanten Einkaufszentrum auf den innerstädtischen Ring geführt und von dort gezielt zu den freien Stellplätzen im geplanten Einkaufszentrum bzw. in der näheren Umgebung geleitet wird. Schwerpunktmäßig wird der Zielverkehr zum geplanten Einkaufszentrum über die klassifizierten Hauptstraßen auf den Ring gelangen. In diesen Bereich liegen Senioren-Wohn- und Pflegeheime. Für diese Einrichtungen gelten folgende Immissionsgrenzwerte, die bei der Planung zu beachtet sind TA Lärm  Pflegeanstalten  Tag 45 dB(A) Nacht 35 dB(A)  16.BImSchV Altenheime… Schulen Tag 57 dB(A) Nacht 47 dB(A). Diese Grenzwerte werden bei der jetzigen Planung deutlich überschritten, vermutliche Werte größer 75dB(A).


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