IT der Stadt – Aufbruch zu neuen digitalen Ufern

Lübecker IT auf Open Source umstellen!

Zu dem Beschluss der Bürgerschaft über die Anschaffung eines neuen Betriebssystems bis 2020 erklärt Arne Wulf, Sprecher der PIRATEN Lübeck:

Wir begrüßen den Beschluss der Bürgerschaft auf Initiative der PARTEI-PIRATEN. Dieser sieht vor, dass die Stadt sich zeitnah um einen Nachfolger für das aktuell in der Einführung befindliche Windows 7 zu kümmern hat. Die Zuverlässigkeit und Sicherheit der städtischen IT ist wichtig, um den Bürgern auch in Zukunft den gewohnten Service und darüber hinaus weitere Dienstleistungen anbieten zu können. Angesichts der durch die Stadt verarbeiteten Daten der Bürger ist auch die Datensicherheit ein wichtiger Faktor.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Windows 7 fordern wir, nicht nur bei Microsoft zu suchen, sondern auch die Einführung von freier Software zu prüfen. Die Stadt München hat diesbezüglich mit der Einführung von Linux und anderer Open Source Software gute Erfahrungen gemacht. Kosteneinsparungen in Millionenhöhe und eine größere Flexibilität in der Softwareauswahl sind das Ergebnis. Statt sich also von einzelnen Herstellern und deren Vorgaben abhängig zu machen, sollte Lübeck langfristig in seine digitale Zukunft investieren.

Nebenbei förderte der Bund bis Ende Juni diesen Jahres 8 Modellkommunen im Bereich E-Government, wobei mit Norderstedt eine davon aus Schleswig-Holsein stammt. Frühzeitiger Austausch zu den dort gemachten Erfahrungen kann helfen Stolpersteine zu beseitigen.“


[1] Meldung des Heise Verlags zur Einführung von Linux in München: http://www.heise.de/open/meldung/LiMux-Billiger-und-robuster-als-Windows-1485410.html

[2] Webseite des Bundesministeriums des Innern zu „Modellkommune E-Government“: http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/IT-Netzpolitik/E-Government/modellkommune/modellkommune_node.html