Protokoll vom Themenstammtisch Umgehungsstraße Geesthacht 11.12.12

Thema: Umgehungsstraße Geesthacht, Alles nur Wahlkampf?

 

 

Anwesend: 4 Piraten; 3Gäste

Top 1 Vorstellung

Top 2 Umgehung Geesthacht

Vorgeschichte:

 

Seit ca. einem Monat haben wir Material zur Umgehungsstraße von Geesthacht gesammelt.
Seit wann gibt es die Idee? Wer vertritt welche Meinung? Ist sie überhaupt nötig? Was sagen die Bürger?
Die Idee die Bürger zu befragen, Ideen zu sammeln und bei der offiziellen Vorstellung vor zu bringen war geboren. Die aktuellen Pläne haben wir im Rathaus abfotografiert und als großflächig ausgedruckt (3xA3).
Aus unseren Unterlagen haben wir einen Flyer mit Hilfe von Frank W. erstellt und am Samstag den 08.12. in der Fußgängerzone und in Postkästen verteilt, um Bürger einzuladen und für das Thema zu sensibilisieren.

 

Dienstag:

Während Karsten versucht sich durch die von Jörg erstellte Präsentation zu arbeiten um bekannte Details der Umgehungsstraße und des Verkehrsentwicklungsausschuss vorzustellen, wird er schon häufig und oft von Frau Boll, Grüne Ratsfrau, unterbrochen. „Wir schaffen uns immer mehr pflegebedürftige Strukturen“.

 
Von Anfang an ist klar, wohin die „Reise“ gehen wird. Etwas später kommt noch ihr Mann, Gerhard Boll, in Geesthacht als altgedienter Lehrer der ehemaligen Realschule bekannt, dazu. Er bringt eine Menge Information aus seiner Tätigkeit als Ratsherr und Ausschussmitglied in Bauen & Verkehr, Planung & Umwelt mit ein.

 
Stefen R. kommt etwas später und unterstützt den leider bis dahin einzigen Befürworter der Umgehung. Durch die Umgehung wird die Stadt ruhiger. Gekontert wird emotional: „Ja, Du als Anwohner willst Ruhe. Um mit Deinem lauten, stinkenden Auto schneller nach Hamburg zukommen, können die anderen ruhig den Dreck haben.“ „Wir umgehen mit der Umgehung das Problem.“
Die Befürworter: „Wir sparen Benzin. Wir benötigen Straßen auch für die Elektromobilität“
Nun wird erst mal um die Erzeugung von grünem Strom gestritten. Leider habe ich die Argumente, die die Befürworter vorbrachten nicht mehr alle präsent, auch weil sie ständig lautstark unterbrochen wurden.
Es war eine sehr lebhaft Debatte.

 
Unser dritter Gast aus dem entlegenen Stadtteil Grünhof-Tespehude verhält sich recht neutral. Später soll er sich jedoch noch als Piratensympathisant outen. Würde uns freue ihn wieder mal bei einem Stammtisch zu sehen.

 

Fazit: Die Straße wird nicht gebaut, weil das Geld nicht da sein wird. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan endet 2015. Dann werden allso alle Projekte neu bewertet. Zudem ist für das Jahr auch eine Schuldenbremse ausgerufen. Der Bund soll dann keine neuen Schulden mehr mache. Zudem ist die UG vom Verkehrsaufkommen nicht notwendig. Eine Entschärfung der größten Verkehrsprobleme wäre durch den Ausbau des Heidberges mit Kreiseln an den Ein- und Ausfahrten möglich. Viel kürzere Streckenführung, wesentlich Kostengünstiger und es wird nicht die Natur vor Ort zerschnitten.

 

So endet ein netter lebhafter Abend gegen 23 Uhr.

 

Ein paar mehr Gäste hätten wir uns gewünscht. Leider wurde der groß angekündigte Termin nicht in der Tageszeitung abgedruckt. Da besteht wohl noch Pflegebedarf der Presse.

 

Nun sind wir gespannt was am Donnerstag im Rathaus von den Planern gesagt wird und wie die Besucher dort reagieren werden.

 

Wir danken den fleissigen Helfern, ins besondere Stefan für das Ausdrucken (der Beamer bliebt leider im Schnee stecken) der Pläne und Frank für den klasse Flyer!


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