Piraten: Zukunft hat Priorität

Die Kieler PIRATEN halten die Anstrengungen zur Umbenennung des Hindenburgufers für fehl am Platz. Statt Geld und Arbeitszeit für die Änderungen von Straßennamen aufzuwenden, sollten dringlichere Angelegenheiten in der Landeshauptstadt angegangen werden. Die PIRATEN fordern die Ratsversammlung auf, ihren Blick lieber auf Kiels Zukunft zu richten und beispielsweise die flächendeckende Kinderbetreuung und die nachhaltige Sanierung der Schulen zu gewährleisten.
Wir fordern, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit zunächst bei weniger arbeits- und kostenintensiven Gelegenheiten voran getrieben wird. So können zum Beispiel immer noch bestehende Ehrenbürgerschaften von Helfershelfern der totalitären Regime geprüft und aufgehoben werden. Dazu sagt Hilthart Pedersen, Archäologe und Pirat aus Kiel: „Kiel spielte eine besondere Rolle zur Zeit des Nationasozialismus, weswegen für uns Kieler die Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit nicht leichfertig bei Seite gekehrt werden darf. Darüber jedoch unsere anderen Pflichten zu vernachlässigen, ist die falsche Priorität. Die Aufrechterhaltung der Ordnung ist ein besseres Mittel, politischem Extremismus zu begegnen.“