600 neue Wohnungen für Studenten: PIRATEN warnen vor Euphorie

Die Kieler PIRATEN begrüßen die Ergebnisse des runden Tisches zur Schaffung von neuem Wohnraum nicht ohne Vorbehalt. Sie sehen es zwar als positiv an, dass Oberbürgermeisterin Dr. Susanne Gaschke daran arbeitet, ihre Wahlversprechen zum Wohnungsbau einzulösen. Die Absprachen zwischen den Investoren und der Landeshauptstadt Kiel müssen jedoch für die Bürger zugänglicher und transparenter gemacht werden.

Wohnraum für Studierende zu schaffen, stärkt nicht nur den Hochschulstandort Kiel, sondern entlastet zudem auch die angespannte Wohnungssituation. Dennoch sind trotz der zu erwartenden niedrigen Mieten die Bedingungen nicht „idealtypisch“, wie sie von Frau Dr. Gaschke bezeichnet werden. Die neuen Objekte am Steenbeker Weg und Heikendorfer Weg befinden sich zwar in der Nähe der Christian-Albrechts-Universität und der Fachhochschule, liegen aber keinesfalls zentral. Oliver Lichtfuß, Pressepirat und selbst Student, hat diesbezüglich Bedenken: „Studentisches Leben bedeutet nicht nur das Lernen an der Universität. Viele Studierende bevorzugen deswegen eine noch zentralere Lage, um besser am kulturellen Leben der Stadt teilnehmen zu können.“ Ob die Wohnungen von den Studierenden in dem erhofften Maße angenommen werden, bleibt also abzuwarten.