140 Jahre Feuerwehr Glückstadt

In diesem Jahr feiert die Freiwillige Feuerwehr Glückstadt ihr 140-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es am 06.09.2014 einen feierlichen Festkommerz auf dem Glückstädter Marktplatz. Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Blasberg, der Stellvertreter des Kreispräsidenten des Kreises Steinburg Schultze sowie Kreisbrandmeister Raether. In ihren Festreden beleuchteten sie u.a. die Geschichte der Feuerwehr und die Entwicklung des Ehrenamtes und stellten die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Stadt Glückstadt heraus.

Die Glückstädter Piraten möchten sich den Glückwünschen anschließen. Dazu Stadtvertreter Dr. Siegfried Hansen: „Gerade im Zeichen des demographischen Wandels wird es immer schwieriger, ausreichend Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und zu begeistern. Dieses ist aber nötig, damit alle Aufgaben auch in Zukunft in Glückstadt noch zufriedenstellend erledigt werden können. Ich möchte den Vertretern der Glückstädter Feuerwehr für ihr Engagement, welches sie im Bereich der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Feuerwehr leisten, ganz herzlich danken. Der hervorragende Eindruck, den die Glückstädter Jugendfeuerwehr hinterläßt, spricht Bände. Auch die ersten Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe „Zukunftskonzept Daseinsfürsorge“ stimmen mich optimistisch. Seitens der Politik müssen wir das Ehrenamt stärken und dort sicherlich auch den einen oder anderen Euro in die Hand nehmen.

Apropos Finanzen: Im Zeichen knapper Kassen im Kreis Steinburg und bei der Stadt Glückstadt ist es erforderlich, dass Feuerwehr und politisches Ehrenamt ehrlich auf Augenhöhe miteinander umgehen. Die Feuerwehr muss klar kommunizieren, was unabdingbar an Ausstattung benötigt wird und was lediglich „nice to have“ wäre und die Politik muss dafür Sorge tragen, dass die nötigen Dinge dann beschafft werden. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass die Politik auch Dinge ergebnisoffen hinterfragt, ohne dass die Vertreter der Feuerwehr sich gleich „auf den Schlips getreten“ fühlen. Aus Sicht der Piraten ist es zum Beispiel völlig unverständlich, dass die professionell erbrachten Leistungen im Bereich „First Responder“ nicht beim RKiSH abgerechnet werden können. Immerhin geht es hier um eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich. Und nochmal zur Klarstellung: Kritische Nachfragen zu diesem Thema stellen in keiner Weise das Engagement der Glückstädter Feuerwehr in Frage.

Apropos Engagement: Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Familienangehörigen der Feuerwehrkameradinnen und –kameraden meinen uneingeschränkten Dank für ihre Unterstützung aussprechen. Ohne ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme wäre sicherlich so mancher nicht mehr bei der Feuerwehr tätig. Und machen wir uns nichts vor, in letzter Konsequenz riskieren die Mitglieder der Feuerwehr bei ihren Einsätzen im Zweifel ihr Leben. Daher ist es für mich auch völlig unverständlich, wenn sich Berichte im Land häufen, in dem sich Anwohner beschweren, dass sie nachts durch lautes Sirenengeheul geweckt wurden und ob das denn nicht auch leiser ginge? Solch eine Einstellung ist absolut inakzeptabel. Diese Menschen sollten sich darüber klar werden, dass es in der nächsten Nacht vielleicht ihr Leben ist, welches von der Feuerwehr selbstlos gerettet wird. Wir hier in Glückstadt können jedenfalls beruhigt und sicher sein. Wir wissen, dass wir uns jederzeit auf unsere Feuerwehr verlassen können. Wenn der rote Hahn kräht, sind sie für uns da. Und das seit 140 Jahren. Dafür erweisen die Glückstädter Piraten Ties Thießen und seiner Mannschaft ihren Respekt und sagen von ganzem Herzen Danke!“