Piratenpartei bei der VHS Veranstaltung zur Kommunalwahl

VHS Forum

Unser Spitzenkandidat, der 49 jährige IT-Vertriebsleiter Dr. Siegfried Hansen hat für die Piratenpartei in Glückstadt an der von der VHS zur Kommunalwahl organisierten Podiumsdiskussion teilgenommen. Dort hatten die Parteienvertreter von SPD, CDU, FDP, Bündnis90/Die Grünen und PIRATEN Gelegenheit, Ihr jeweiliges Programm für Glückstadt vorzustellen. Hier die Rede von Dr. Hansen im Wortlaut:

Guten Abend, liebe Glückstädterinnen und Glückstädter,

mein Name ist Siegfried Hansen, ich spreche für die Piratenpartei und ich werbe sowohl für die Wahl zum Kreistag als auch für die Wahl zur Glückstädter Stadtvertretung um Ihre Zustimmung.

Wer ist die Piratenpartei?

Wir sind die Partei, die die Veränderung der Gesellschaft durch die digitale Revolution am meisten begriffen und durchdrungen hat. Wir stehen für Fortschritt und die Entwicklung hin zu einer menschenwürdigen Gesellschaft mit der Möglichkeit der Teilhabe für alle.

Was wollen wir konkret für Glückstadt?

Wir wollen eine vernünftige Verkehrsinfrastruktur. Wir wollen eine fertige Planung einer Umgehungstrasse für Glückstadt in Abstimmung mit den Umlandgemeinden. Verkehrsminister Meyer hat diese Umgehungsstraße in den dringlichen Bereich im Bundesverkehrswegeplan gehoben. Sollte jetzt Geld vom Bund verfügbar sein, muss die Stadt Glückstadt eine fertige Planung aus der Schublade holen können. Ansonsten wird das nie was. Und natürlich werden wir in Kiel auf den beschleunigten Bau der A20 mit fester Elbquerung bei Glückstadt drängen. Mit dem Bau des Abschnitts 7 der A20 zwischen Hohenfelde und Anfang Elbquerung muss so schnell wie möglich begonnen werden. Darüber kann dann auch der Aushub, der durch den Tunnelbau anfällt, problemlos abgefahren werden. Zur Verkehrsinfrastruktur gehört selbstverständlich auch die Bahnanbindung Glückstadts. Wir setzten und mit aller Kraft dafür ein, dass die NOB ab Dezember 2015 verlässlich in Glückstadt hält. Wir brauchen pro Stunde einen Zug nach Altona und einen Zug zum Hauptbahnhof und das über den ganzen Tag.

Sollten alle diese Dinge endlich erfüllt sein, würden sich auch wieder mehr Unternehmen in Glückstadt ansiedeln. Wir möchten bis dahin, dass man sich mehr als bisher um die wirtschaftliche Entwicklung kümmert. Tourismus ist nicht alles, viel wichtiger wäre es, wenn sich mittelgroße Unternehmen in Glückstadt ansiedeln würden. Das schafft Arbeitsplätze und erhöht die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Wir wollen die Etablierung eines dauerhaften Citymanagements und nicht so eine halbe begrenzte Lösung wir jetzt von CDU, SPD und FDP beschlossen. Wir wollen den Erfahrungsaustausch mit Kommunen, die so ein Citymanagement schon erfolgreich einsetzen. Und wir wollen eine engere Zusammenarbeit mit dem IZET in Itzehoe. Dort gibt es z. Bsp. einmal im Jahr den Unternehmensgründertag. Lasst Glückstadt da mitmachen!

Im Zuge einer positiven Stadtentwicklung wünschen wir uns die ernsthafte Prüfung der Schaffung einer Bahnquerung zwischen Tegelgrund und Glückstadt-Nord. Es kann nicht sein, dass die Trennung der einzelnen Stadtviertel in Glückstadt immer mehr voranschreitet. Die Ergebnisse der aktuellen Analyse der FH Lübeck zur Wohnzufriedenheit in Glückstadt-Nord sind alarmierend und sprechen Bände. Dort muss dringend gehandelt werden. Und in dem Zug gestatten Sie mir auch noch ein Wort zu den Lieblingsplänen von CDU und FDP, der Verlagerung der Sportstätten in das Marineviertel. Im Prinzip ein guter Plan, möchte man meinen. Aber was wäre das Ergebnis? Wohnungen und Häuser an der Königskoppel, die wahrscheinlich bevorzugt von Glückstädtern bewohnt werden würden. Eine weitere Ausdünnung von Glückstadt-Nord wäre die Folge. Und die Stadt hätte zusätzlich mindestens 3 Millionen Euro Schulden. Ein Wahnsinn. So etwas wird es mit der Piratenpartei nicht geben.

Glückstadt muss insgesamt moderner werden und mehr für die Jugendlichen tun. Exemplarisch nenne ich hier die Intensivierung der Förderung für das Jugendzentrum. Außerdem wünschen wir uns den Erhalt des Kinos. In diesem Zusammenhang lohnt es sich unserer Meinung nach, ernsthaft über die Schaffung eines Mehrgenerationenhauses in den Räumlichkeiten der alten Bürgerschule nachzudenken. Zusammenführung von Alt und Jung in respektvoller Haltung zueinander.

Die kurze Zeit reicht hier leider nicht aus, um alle unsere Vorstellungen für Glückstadt in dieser Eröffnungsrede zu erläutern. Daher freue ich mich auf die hoffentlich vielen Fragen, die nachher aus dem Publikum gestellt werden. Und ich muss zugeben, ein klein wenig ungewohnt ist das jetzt für mich schon, waren wir Piraten doch bisher die mit den Fragen. Also habe mich in alter Gewohnheit auf den heutigen Abend vorbereitet und mir Fragen überlegt. Also falls Ihnen wider Erwarten die Fragen ausgehen, ich hätte ausreichend welche dabei. Ich freue mich auf einen hoffentlich spannenden und erkenntnisreichen Abend. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Die Veranstaltung wurde insgesamt positiv bewertet. Einen ausführlichen Bericht findet man in dem Artikel „Politiker diskutieren über ihre Ziele „ in der Norddeutschen Rundschau vom 25.04.2013.