Moment mal!

LKW

In den Artikeln in der Norddeutschen Rundschau „Elbtunnel: Einwände gegen Lkw-Verkehr jetzt abgeben“ vom 08.03.2013 und „30 Lastwagen pro Stunde – Anlieger machen mobil“ vom 16.03.2013 wird auf die drastischen Folgen für Glückstadt und Umgebung hingewiesen, die der Abtransport des Aushubs bei Baubeginn des Elbtunnels bei Glückstadt nach sich ziehen würde. Dazu geben die Glückstädter Piraten folgenden Kommentar ab:

Moment mal!

Glückstädter Bürgerinnen und Bürger sowie BewohnerInnen der Blomeschen Wildnis und Krempdorf sollten Dr. Sybille Petersen vom hiesigen Naturschutzbund(NABU) zutiefst dankbar sein, so sollte man meinen. Hat Sie sich doch in mühevoller Fleißarbeit durch Aktenberge der Stadt Glückstadt gearbeitet, um mitzuteilen, dass nach Beginn der Arbeiten zum Elbtunnel bei Glückstadt(Abschnitt 8 der A20) bedingt durch den Abtransport des Aushubs ca. 30 Lastkraftwagen pro Stunde durch Glückstadts Straßen respektive den der Blomeschen Wildnis und Krempdorf fahren sollen – von 6 bis 22 Uhr. Dagegen hat sich Widerstand formiert – wiederum befördert durch das Wirken von Frau Dr. Petersen. Und den Widerstand gibt es zu Recht. Wir wollen in unserer schönen Stadt und Umland keine erhöhten Luftschadstoff- und Staubemissionen geschweige denn Erschütterungen mit daraus resultierenden Schäden an Gebäuden. Und an den Verkehrslärm kombiniert mit Staus und Beeinträchtigungen mag man gar nicht erst denken. Und es wird weiter völlig korrekt festgestellt: „Beginn der Bauarbeiten am Elbtunnel erst nach Fertigstellung des Abschnitts 7 der A20 zwischen A23 und B431 Obendeich, um die Materialtransporte über die neue Autobahn abzuwickeln!“

Aber Moment mal! Sollte an diesem Abschnitt nicht ursprünglich schon ab 2014 gebaut werden und dieser längst fertig sein, wenn mit den so dringend notwendigen Tunnelarbeiten begonnen wird? Hätte man so die Belastung der Anwohner nicht von vornherein gänzlich vermieden? Wer hat das um Gottes Willen nur verhindert? Die Antwort ist so einfach wie bitter: Der politische Arm des NABU, Bündnis 90 / Die Grünen in der jetzigen Landesregierung. Und auch der NABU selbst stellt auf seiner Internetpräsenz immer noch fest: „Der NABU hält den Bau der A20 nach wie vor für überflüssig, verkehrswirtschaftlich und volkswirtschaftlich unsinnig und ökologisch schädlich. Der Bedarf ist nicht stichhaltig begründet.“ Den Bedarf und die möglichen ökologischen Schäden resultierend aus dieser Haltung mögen die betroffenen Anwohner zwischen Krempdorf, Blomescher Wildnis und Glückstadt jetzt selbst ermessen. Wieder einmal werden seitens des grünen NABUs die Konsequenzen des eigenen Handelns beklagt. Nachhaltige Glaubwürdigkeit erlangt man so nicht.