Verkehr in Kiel – Das Angebot der IHK Kiel ist scheinheilig und frech!

PRESSEMITTEILUNG

Kiel, 3.11.2020

Das Angebot der IHK Kiel, die Kieler Verwaltung bei der Kommunikation ihrer Verkehrspolitik zu unterstützen, ist scheinheilig und frech. Denn: in Kiel wird kein Verkehrsprojekt ohne Beteiligung der öffentlich tagenden Ortsbeiräte beschlossen. Und: die IHK hat bereits einen Sitz im Arbeitskreis Verkehrsmarketing der Stadt Kiel (AK Verkehr), den sie bislang allerdings nicht zur aktiven Einbringung nutzt.

Der politische Geschäftsführer der Piratenpartei Schleswig-Holstein, Mark Hintz, staunt angesichts der jüngsten Attacke der IHK Kiel auf die Kieler Verkehrsplaner: „Dass sich die IHK Kiel als Partner bei der Erstellung einer Kommunikationsstrategie für die Verkehrswende anbietet, ist frech und völlig unangemessen. Die Kieler Verkehrsplaner stehen den Bürgerinnen in jedem Ortsbeirat und zu jedem Verkehrsprojekt Rede und Antwort. Will die IHK das jetzt übernehmen?! Außerdem ist die IHK Kiel schon lange mit einem Sitz im Arbeitskreis Verkehrsmarketing vertreten. Diesen Posten nutzt sie bislang offenbar nicht sonderlich aktiv. Die Aufforderung des Präsidenten der IHK, Herrn Vater, die Verwaltung möge die Expertise der IHK beim Verkehr nutzen, klingt da wie blanker Hohn.“

Andreas Halle, Ratsherr der Piraten in Kiel, ergänzt: „Es gibt bereits zwei Verkehrsgremien, in denen die IHK vertreten ist. Wenn Sie nun eine weitergehende, exklusive Einflussnahme fordert, so muss ich das als aufrechter Demokrat entschieden zurückweisen. Wenn die Verkehrswende, wie von der IHK gefordert, ‚ideologiefrei‘ sein soll, dann müssen neben der IHK auch andere Interessengruppen gleichberechtigt beteiligt werden. Ich denke da etwa an FUSS e. V., VCD und ADFC. Alles in allem sollte die IHK zunächst jedoch mal zeigen, dass sie in den Gremien, in denen sie bereits vertreten ist, eine ordentliche Mitarbeit abliefert.


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