Klimaschutz – wenn nicht jetzt, wann dann?

(CC BY 2.0) Kevin Gill

#Fridays for Future - weltweiter Schulstreik am 15.03.2019

Seit September 2018 gehen immer mehr Schüler und Studenten auf die Straße, um für einen besseren Klimaschutz und ein Umdenken in der Klimapolitik zu demonstrieren. Inspiriert durch die 16-jährige schwedische Klimaschutz Aktivistin Greta Thunberg, die sich seit August 2018 jeden Freitag im „Schulstreik fürs Klima“ befindet, ist eine weltweite Bewegung entstanden.

Fridays for Future, Youth Strike 4 Climate oder Klimastreik nennt sich die Schüler- und Studenteninitiative, die junge Menschen dazu aufruft, freitags (in einigen Ländern auch donnerstags oder samstags) nicht zur Schule bzw. Uni zu gehen und stattdessen zu demonstrieren. Die Protestaktionen der Bewegung werden, unabhängig von Umweltverbänden oder anderen Organisationen, von den Schülern und Studenten in verschiedenen Ortsgruppen selbst organisiert.

„Der Klimawandel ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Wir werden die Leidtragenden des Klimawandels sein. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann. Doch unsere Politiker*innen unternehmen nichts, um die Klimakrise abzuwenden. Die Treibhausgas-Emissionen steigen seit Jahren, noch immer werden Kohle, Öl und Gas abgebaut. Deswegen gehen wir freitags weder in die Schule noch in die Uni. Denn mit jedem Tag, der ungenutzt verstreicht, setzt ihr unsere Zukunft aufs Spiel!“ – www.fridaysforfuture.de

Es ist einfach schön zu sehen, dass sich zurzeit wieder so viele junge Leute engagieren und für einen besseren Klimaschutz einsetzen. Zahlreiche Menschen, darunter auch viele Wissenschaftler, stehen hinter den jungen Klimaschützern, allerdings gibt es auch Kritik. Sie werden beispielsweise als Schulschwänzer beschimpft. Komischerweise interessieren sich ausgerechnet die Politiker der Parteien, die sich viel zu wenig für den Klimaschutz einsetzen, ganz plötzlich für das Thema Unterrichtsausfälle an deutschen Schulen.

Oder es wird ihnen vorgeworfen, zu jung zu sein, um alle globalen Zusammenhänge zu sehen. Sie sollten sich lieber im Unterricht über naturwissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge informieren. Doch im Gegensatz zu manchen Politikern in unserem Land, scheinen die Aktivisten mehr Ahnung von einigen Zusammenhängen zu haben. Zum Beispiel, dass Dieselfahrverbote auf bestimmten Straßen, für die eine dreimal längere Umleitung gefahren werden muss oder ältere Fahrzeuge, die verkauft und in anderen Ländern weiterbetrieben werden, aus naturwissenschaftlicher Sicht keinen Sinn ergeben und nicht im geringsten zur Lösung der Probleme beitragen.

Die Piratenpartei, allen voran Maurice Conrad, Themenbeauftragter der Piratenpartei für Klimapolitik, unterstützt die jungen Klimaaktivisten. Hier ein Video seiner Rede bei der Fridays for Future Demonstration in Mainz vom 18. Januar 2019: https://www.youtube.com/watch?v=x0jKrKIGjz

Am 15.03.2019 hat die Bewegung zu einem weltweiten Schulstreik aufgerufen. In 50 Ländern und auf allen Kontinenten soll protestiert werden, allein in Deutschland sind Demonstrationen in mehr als 150 Orten geplant.

Auch die Piratenpartei Schleswig-Holstein würde sich über eine rege Beteiligung sehr freuen.


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