Sylter Pirat reicht öffentliche Petition gegen die Asklepios Nordseeklinik ein

Der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Schleswig-Holstein, Oliver Sippel, hat eine öffentliche Petition an den Schleswig-Holsteinischen Landtag mit der Forderung eingereicht, die Krankenversorgung auf Sylt zurück in die öffentliche Hand zu bringen. Die Petition des Sylter Piraten fordert nicht nur, den Versorgungsauftrag einem öffentlichen Träger (Klinikum Nordfriesland gGmbH) zu übergeben, sondern auch, dass ein Konzept für eine Geburtsstation in der Nordseeklinik geschaffen wird.

„Zu einer angemessenen medizinischen Versorgung auf Sylt zählt auch die Geburtshilfe“, erklärt Sippel sein Vorgehen, „Wenn ein privates Unternehmen nicht in der Lage ist, diese Versorgung zu gewährleisten, muss das Land eingreifen. Hinzu kommt, dass der Asklepios-Konzern durch sein intransparentes und unkooperatives Verhalten das Vertrauen der Sylter entgültig verspielt hat.“

Jeder Bürger im gesamten Bundesgebiet, dem der Erhalt der Geburtshilfe am Herzen liegt, kann die Petition auf der Seite des Schleswig-Holsteinischen Landtags unterhttps://www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsdetails?id=44 unterschreiben. Binnen einer Frist von sechs Wochen müssen mindestens 2000 Unterschriften für die Petition gesammelt werden. Dann erst wird sie auf der Tagesordnung des entsprechenden Ausschusses landen.

Seit im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass die Asklepios Nordseeklinik die Geburtsstation zum Januar 2014 einstellt, erreichte die besorgten Sylter eine Hiobsbotschaft nach der nächsten. Jeder Versuch, den Verbleib der Geburtseinrichtung sicherzustellen, scheiterte. Selbst eine Klage gegen das Land Schleswig-Holstein auf Einhaltung des Versorgungsauftrags blieb erfolglos.