Informationstag Datenschutz und Überwachung

Am vergangenen Sonntag veranstaltete die Piratenpartei Schleswig-Holstein in Henstedt-Ulzburg ihren landesweit ersten Infotag zu Datenschutz und Überwachung. Knapp 80 Bürger waren der Einladung gefolgt.

Neben Erklärungen zur Verschlüsselungstechnik als Notwehr gegen perfektionierte Datensammlung, ging es den Piraten vor allem darum, die Gäste hinsichtlich der massiven Grundrechteverletzungen zu sensibilisieren. Die werden in der öffentlichen Wahrnehmung vornehmlich ausländischen Geheimdiensten zugeschrieben. Tatsächlich jedoch fanden sie die Billigung der letzten Bundesregierungen und die Beteiligung in Deutschland ansässiger Unternehmen.

Über den ganzen Tag verteilt hielt Oliver Grube, Bundestagskandidat der Piraten, kurze Vorträge und beschrieb dabei anschaulich, welche Möglichkeiten und Techniken es gibt, die eigenen Daten zu schützen. Vor allem Anfängern brachte er so die Grundlagen der Verschlüsselung nahe. Einige Besucher hatten die eigenen Laptops oder Smartphones mitgebracht, um sich von den Experten vor Ort beraten zu lassen, welche Software ihnen helfen kann, das Briefgeheimnis aus eigenen Kräften zu bewahren.

„Wir sind sehr zufrieden über das große Interesse der Besucher und den Zuspruch der Bürger, die sich in ihren Grundrechten beschnitten sehen“, so Oliver Grube, der als IT-Sicherheitsexperte eines der Kernthemen der Piratenpartei vertritt.

„Geheimdienstprogramme wie PRISM, Tempora und XKeyScore machen sehr deutlich, dass der Ruf der Piraten nach Wahrung der Bürgerrechte notwendig und wichtig ist – mehr denn je“, kommentiert Michael Mette, der das landesweite Internetportal der Piratenpartei betreut, die Veranstaltung.

Diese Veranstaltung ist Teil von vielen bundesweit stattfindenden Veranstaltungen der Piraten. Weitere Infotage in anderen Städten Schleswig-Holsteins sind bereits in Planung.


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