PIRATEN wollen junge Quereinsteiger in den Kieler Landtag bringen

Eine Untersuchung der Listenkandidaten der verschiedenen Parteien zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 6. Mai, welche die Piratenpartei heute vorgelegt hat, zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Bewerbern für die Volksvertretung:

So sind die untersuchten Kandidaten der Piratenpartei im Mittel seit zwei Jahren parteipolitisch aktiv, während die CDU-Kandidaten durchschnittlich seit 25 Jahren Funktionäre oder Mandatsträger ihrer Partei sind. Die SPD-Kandidaten sind im Schnitt seit 23 Jahren in der Politik, die SSW- und FDP-Kandidaten seit 19 Jahren (Grüne: 13 Jahre, Linke: 12 Jahre). CDU und FDP haben ihre ersten Listenplätze zudem ausnahmslos an Personen vergeben, die bereits in Landtag oder Landesregierung vertreten sind. Auch den untersuchten SPD-Kandidaten geht es zu 90% um ihre Wiederwahl, den Grünen-Kandidaten zu 80% (SSW: 80%, Linke: 60%).

Die PIRATEN-Kandidaten unterschreiten das Durchschnittsalter der jetzigen Landtagsabgeordneten von 50 Jahren deutlich: Mit einem Altersdurchschnitt von 33 Jahren sind sie deutlich jünger als die Kandidaten der Linken (41 Jahre). Es folgen FDP (Durchschnittsalter 48 Jahre), Grüne (48 Jahre), SPD (49 Jahre), CDU (53 Jahre) und SSW (56 Jahre). Ungeachtet des jungen Durchschnittsalters ist der zweitplatzierte Pirat Wolfgang Dudda 54 Jahre alt.

„Die Piratenpartei will keine Karrierepolitiker, sondern kompetente Menschen mitten aus dem Leben in den Landtag bringen, um die Schleswig-Holsteiner zu vertreten“, kommentiert Torsten Krahn, Pressesprecher der Piratenpartei Schleswig-Holstein. „Ältere Berufspolitiker, wie andere Parteien sie aufstellen, kleben oft alleine aus Existenzgründen an ihren Stühlen. Die Angst vor einem Verlust der eigenen Privilegien führt zur Undurchlässigkeit und Abschottung der etablierten Politik und trägt zur aktuellen Parteienverdrossenheit bei, welche die Grundlagen unserer Demokratie gefährdet. Durch unsere basisdemokratische Kandidatenwahl beugen wir PIRATEN dieser Art von Akzeptanzverlust vor.“

Untersucht wurden die ersten zehn Listenkandidaten der Parteien mit zweistelliger Prognose in aktuellen Meinungsumfragen (CDU, SPD, Grüne) und die ersten fünf Listenkandidaten der Parteien mit einstelliger Prognose in aktuellen Meinungsumfragen (SSW, FDP, Linke, PIRATEN).