Soziales

Welttag der sozialen Gerechtigkeit 2026 – Piraten SH fordern Gleichwertigkeit für alle

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Bildquelle Pixabay

Am Welttag der sozialen Gerechtigkeit [1] erinnern wir Piratenpartei Schleswig-Holstein (PiratenSH) daran, dass Freiheit, Würde und Teilhabe keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich verteidigt und gestaltet werden müssen. Soziale Gerechtigkeit bedeutet für uns, dass alle Menschen gleichwertig sind, indem wir mithilfe von Chancen-, Leistungs-, Bedarfs- und Generationengerechtigkeit [2] ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Chancengerechtigkeit: Gleiche Startbedingungen für alle

Wir fordern echte Chancengerechtigkeit. Bildungserfolg darf nicht vom Elternhaus abhängen – jeder Mensch verdient die gleiche Möglichkeit, seine Talente zu entfalten. Deshalb setzen wir uns für ein gerechtes Bildungssystem ein, das soziale Barrieren abbaut, inklusive Lernorte schafft und freie Schulwahl unabhängig vom Wohnort ermöglicht [3]. Ebenso ist der Zugang zum Internet für uns Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Jeder Mensch soll digital teilhaben können. Das heißt, wir sind strikt gegen pauschale Social Media Verbote [4] und Klarnamenspflicht [5]. Zudem fordern wir ein bedingungsloses Kindergrundeinkommen, um Chancengleichheit von Geburt an zu sichern. Menschen mit Behinderungen müssen durch inklusive Bildung und barrierefreie Arbeitsplätze umfassend beteiligt werden, um die gesellschaftliche Exklusion durch Förderschulen und Werkstätten zu beenden.[6]

Leistungsgerechtigkeit: Faire Anerkennung und weniger Druck

Leistung ist mehr als wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wir fordern gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, egal ob in Leiharbeit, Werkvertrag oder Festanstellung und natürlich unabhängig vom Geschlecht [7]. Auch Bildung darf kein ständiger Wettbewerb sein. Anstelle von Notenzwang wünschen wir uns individuelle Lernwege, Feedbackkultur und Raum für Entfaltung [8]. Wir setzen uns auch für die Anerkennung von Sorgearbeit ein: Wer Kinder erzieht oder Angehörige pflegt, leistet unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft und darf daraus keine finanziellen Nachteile erleiden. Die „Löffelchen-Theorie“ [9] passt dazu als Bild: Gerecht wäre, Leistung daran zu messen, wie viele „Löffel“ Energie und Fähigkeit jemand überhaupt hat und nicht alle mit derselben Norm zu vergleichen.

Die Originale Löffelchentheorie von 2003 beschreibt das zu Bett gehen sich anziehen und fernsehgucken schon ein Löffel verbraucht und dies wird halt gesteigert, Duschen sind 2 Löffel. Essen und essen machen 3 Löffel und einkaufen gehen vier Löffel etc
Bildquelle: https://www.dysautonomiainternational.org/


Bedarfsgerechtigkeit: Ein Leben in Würde sichern

Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben oberhalb der Armutsgrenze und ohne Hunger. Um Grundbedürfnisse zu stillen, fordern wir ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) [10] als langfristiges Ziel und einen existenzsichernden Mindestlohn als Zwischenschritt [11]. Ebenso Wohnraum ist für uns Grundrecht. Wir unterstützen den Bau von bezahlbarem Wohnraum und lassen uns vom Housing First Projekt Finnlands [12] inspirieren, Obdachlosen Menschen maximal möglich zu unterstützen. Wir wollen soziale Teilhabe für alle, auch für Geflüchtete und Migrant:innen [13]. Solidarität endet nicht an Landesgrenzen. Dies hat sich auch besonders bei globalen Krisen gezeigt – noch heute werden Schattenfamilien exkludiert [14], indem wir gesellschaftlich Lufthygiene sträflich vernachlässigen. Wir setzten uns daher für kostenlose Hygieneartikel wie FFP2-Masken in (semi-)öffentlichen Gebäuden ein. Auch eine CO₂-Ampel ist ein nützliches Frühwarnsystem für hohe Viruslast[15]. Ebenso gehören für uns zu den kostenlosen Hygieneartikeln auch Menstruationsprodukte und der Menstruationsurlaub wie er in Spanien 2023 [16] eingeführt wurde, ist auch Teil unserer Bedarfsgerechtigkeit.

Generationengerechtigkeit: Verantwortung für morgen übernehmen

Soziale Gerechtigkeit muss auch zukünftige Generationen einschließen. Wir fordern, Nachhaltigkeit als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern, damit Politik und Wirtschaft ressourcenschonend handeln. Qualität vor Quantität und das in allen Bereichen. D.h. wir setzen uns für ein zeitnahes Ende von Fossiler- und Atomenergie ein und fordern mehr Solar mit PV+Speichern auf (semi-)öffentlichen Gebäuden [17]. Mit einer solidarischen Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, verhindern wir Altersarmut und erhalten unser Rentensystem stabil. Dazu kommt, dass wir mit dem agefriedly City Modell der WHO [18] befassen, um Quartierspflege [19] für alle Generationen gerecht zu gestalten und den intergenerationellen Austausch weiter zu stärken. Wir wollen, dass junge Menschen ab 14 Jahren aktiv mitbestimmen können – denn sie sind es, die am längsten mit den Folgen heutiger Politik leben werden[20].

Unsere Vision: Soziale Gerechtigkeit ist Freiheit, Würde und Teilhabe

Wir PiratenSH stellen den Menschen mit seiner Freiheit, Würde und Teilhabe in den Mittelpunkt. Wir verstehen soziale Gerechtigkeit nicht als Almosenpolitik, sondern als Auftrag, Strukturen zu schaffen, die Inklusion als gesellschaftliche Verantwortung für alle uneingeschränkt ermöglichen. Wir glauben an eine Gesellschaft, in der technologischer Fortschritt Wohlstand schaffen kann, ohne Ungleichheit zu vergrößern. Gemeinsam können wir diesen Wandel gestalten.
Werde Pirat – unterstütze soziale Gerechtigkeit [21].

Quellen:

[1] https://www.kleiner-kalender.de/event/welttag-der-sozialen-gerechtigkeit/107133.html
[2] https://www.sozialpolitik.com/es/soziale-gerechtigkeit
[3] https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2029/Wahlprogramm#Bildungspflicht_statt_Anwesenheitspflicht
[4] https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Social-Media-Verbot-Daniel-Guenther-sorgt-mit-Vorstoss-fuer-Kritik,guenther1850.html
[5] https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/merz-klarnamen-internet-100.html
[6] https://www.deutschlandfunkkultur.de/traum-job-werkstatt-menschen-beeintraechtigung-inklusion-exklusion-100.html
[7] https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html
[8]https://www.arte.tv/de/videos/127323-005-A/agree-to-disagree/
[9] https://www.im-zm.de/post/die-l%C3%B6ffel-theorie-ein-schl%C3%BCssel-zum-verst%C3%A4ndnis-von-fatigue-und-pacing-in-der-logop%C3%A4die
[10] https://www.mein-grundeinkommen.de/fakten/idee
[11] https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-12-euro-mindestlohn-studien-und-einschaetzungen-41626.htm
[12] https://www.spiegel.de/ausland/finnland-housing-first-wie-das-land-die-obdachlosigkeit-abschafft-a-42acd6e8-2dd7-42fa-803d-f575d4e2bf9b
[13] https://landesportal.piratenpartei-sh.de/2025/12/piraten-sh-fordern-inklusive-migrationspolitik/
[14] https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/corona-schattenfamilien-mit-risiko-kindern-isolieren-sich-komplett-von-der-politik-vergessen-b/
[15] https://dagl.de/saubere-luft/
[16] https://www.zeit.de/arbeit/2023-06/spanien-menstruationsurlaub-gesetz-in-kraft
[17] https://www.t-online.de/klima/leben-umwelt/id_100083798/finanzspritze-solarenergie-wie-schulen-in-den-usa-millionen-erwirtschaften.html
[18] https://iris.who.int/items/f607953c-645b-45b1-b205-68605d9e03a8
[19] https://www.quartierpflege.de/
[20] https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2029/Wahlprogramm#Absenkung_des_Wahlalters
[21] https://piratenpartei.de/werde-pirat/

Schwierige Begriffe:

  • Chancengerechtigkeit: Jeder Mensch soll am Anfang des Lebens die gleichen Möglichkeiten haben, unabhängig davon, ob er reich oder arm geboren wurde. Beispiel: Jedes Kind kriegt gute Schulen und Computer, egal wo es wohnt.
  • Leistungsgerechtigkeit: Wer gute Arbeit macht, soll dafür auch fair bezahlt werden. Es geht nicht nur um Geld, sondern darum, dass alle Leistungen (wie Kindererziehung) anerkannt werden. Beispiel: Eine Mama, die ihr Kind betreut, verdient dieselbe Anerkennung wie ein Arbeiter in der Fabrik.
  • Bedarfsgerechtigkeit: Wer mehr Hilfe braucht (z. B. Kranke oder Arme), soll auch mehr bekommen. Ziel: Niemand hungert oder friert. Beispiel: Ein behindertes Kind kriegt extra Unterstützung in der Schule, damit es mitmachen kann.
  • Generationengerechtigkeit: Wir müssen so leben, dass es auch unseren Kindern und Enkeln gut geht. Die Umwelt und Geld nicht kaputtmachen! Beispiel: Weniger Plastikmüll und Autos, damit die Erde sauber bleibt.
  • Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE): Jeder Mensch kriegt jeden Monat Geld vom Staat, ohne dass er arbeiten oder etwas erklären muss. Damit niemand arm ist. Beispiel: Wie Taschengeld für alle, damit man Essen und Miete zahlen kann .
  • Daseinsvorsorge: Dinge, die der Staat für alle bereitstellen muss, wie Straßen oder Schulen. Internet gehört dazu, weil es heute wichtig ist wie Strom. Beispiel: Kostenloses WLAN in Bibliotheken für alle.
  • Inklusion: Alle Kinder lernen zusammen in einer Klasse, auch wenn jemand behindert ist. Keine getrennten Schulen! Beispiel: Ein Rollstuhlfahrer fährt mit allen in dieselbe Klasse.​
  • Sorgearbeit: Arbeit, die nicht bezahlt wird, wie Kinder hüten oder Oma pflegen. Die ist superwichtig für die Gesellschaft. Beispiel: Papa bleibt zu Hause beim Baby – das zählt als echte Arbeit.​
  • Löffelchen-Theorie: Man hat nur eine bestimmte Menge Energie pro Tag (wie Löffel). Kranke Menschen haben weniger Löffel und müssen sparsam damit umgehen. Beispiel: Morgens 12 Löffel Energie – nach Schule und Sport sind sie leer.
  • Housing First: Obdachlosen erstmal eine Wohnung geben, dann Hilfe. Funktioniert super in Finnland. Beispiel: Kein Betteln mehr um ein Zimmer, sondern direkt ein Zuhause .
  • Quartierspflege: Ältere Menschen werden in ihrer Nachbarschaft gepflegt, statt in Heimen. Alle Generationen helfen sich gegenseitig. Beispiel: Enkel besucht Oma um die Ecke und bringt Einkäufe 
  • Age-friendly City: Städte, die für alte und junge Menschen super sind (WHO-Idee). Rampen, Bänke und sichere Wege überall. Beispiel: Park mit Spielplatz und Ruhebank nebeneinander .

[Dieser Artikel ist KI und Menschen lektoriert]