Arbeitsgruppe 3 – Presse / Öffentlichkeitsarbeit

Aktuelle Ergebnisse

22.03.2014

Die Pressepiraten im Land wurden über den derzeitigen Zustand ihrer Pressearbeit befragt. Die Ergebnisse wurden von Anne Burmeister ausgewertet.  Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll in Zukunft wieder zusammengeführt werden und Hand in Hand arbeiten. Für das dazugehörige Team wurde eine neue Struktur ausgearbeitet, die aus einem Kernteam Presse-/Öffentlichkeitsarbeit bestehen soll, das administrative Aufgaben übernimmt, sowie einem erweiterten Team aus Zuarbeitern um das Kernteam herum, an das konkrete Arbeitsaufträge weitergeleitet werden sollen.

Auswertung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Weniger über die Mailingliste, sondern im Mumble, in Telefonaten und bei persönlichen Treffen haben wir uns zuerst einen Überblick über die bereits geleistete Presse-und Öffentlichkeitsarbeit verschafft. Mag im Vorfelde auch eine Unzufriedenheit über die Pressearbeit in den Landkreisen existiert haben, so zeigte die Auswertung ein anderes Bild, wenn auch mit regionalen Unterschieden. Für die meisten gehörte Pressearbeit anfangs nicht zum „täglichen Brot“, und es begann das „ Sich einarbeiten“. Hierbei waren besonders die Abgeordneten der Kommunen und die Bundestagskandidaten gefordert.

Hier ein Abriss über die verschiedenen Möglichkeiten der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, die bisher geleistet wurde, eine umfangreiche Bestandsaufnahme erfolgt im April:

Pressearbeit

Kontaktaufnahme

1. Aus Tages- und Wochenzeitungen suche ich aus dem Impressum die Emailanschrift oder ich rufe bei den Zeitungen an, um Namen und Emailadressen der Redakteure zu erfragen.

2. Ich lege mir im Emailprogramm einen Ordner mit den entsprechenden Kontakten an.

3. Ich besuche die Redakteure und stelle mich als Pressepirat vor, hinterlasse meine Kontaktdaten.

4. Ich veranstalte ein Pressefrühstück und lade die Redakteure ein. (für Mutige).

Texte

1. Kurzmitteilung

In Schleswig-Holstein ist der SHZ weit verbreitet. Es gibt eine Rubrik „Hier zu Hause“, in der in Kurzform auf Veranstaltungen hingewiesen wird. Diese Rubrik eignet sich für die Ankündigung von Stammtischen oder Veranstaltungen wie Cryptoparties, Besuch eines Referenten etc. Ein kurzer Text mit maximal 20 Zeilen in der Spaltenbreite des Zeitungsformats hat gute Aussichten, abgedruckt zu werden. Kurze knackige Überschrift, und dann alle W-Fragen beantworten. Diese Rubrik ist heiß begehrt, deshalb gibt es für einen Abdruck einer PIRATEN-Veranstaltung keine Gewähr, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Für Mutige: Nachfragen, warum die Notiz nicht erschienen ist, oder was man noch verbessern müsste, damit diese erscheint. So erfährt man vielleicht, nach welchen Kriterien die Redakteure veröffentlichen.

2. spontane Statements

Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei spontanen Statements die Kreistagsabgeordneten gefordert sind. Sie können sich nicht erst mit einem Pressepiraten besprechen, sondern müssen ohne „Vierohrenprinzip“ antworten.

3. Kommentare zu aktuellen Themen

Hier hat sich ergeben, dass die Abgeordneten häufig eine Doppelfunktion ausüben. Sie sind nicht nur präsent im Kreistag und den Ausschüssen, sondern verfassen auch die entsprechenden Texte dazu, die sie an die Presse geben oder auf die Homepage stellen. Hier bitte das Vieraugenprinzip unbedingt einhalten. Die Rückmeldungen aus den Kreisen, soweit vorhanden, hat ergeben, dass dieses Prinzip eingehalten wird. Ebenso erfreulich ist, dass die Kreise, die geantwortet haben, auch mindestens eine Person mit einer Datenschutzbelehrung aufweisen können, vorzugsweise der Pressepirat.

4.Pflege der Homepage

Überwiegend ist festzustellen: Dort wo es Kreistagsabgeordnete gibt, wird auch die Homepage gepflegt. Mindestens einmal im Monat erscheint ein Artikel aus dem Kreistag oder zu einem aktuellen Thema.

Öffentlichkeitsarbeit

1.Stammtische

Stammtische gibt es in fast allen Regionen Schleswig-Holsteins. In größeren Piratenhochburgen findet er wöchentlich statt, in anderen Landesteilen zweiwöchentlich oder monatlich. Auch sind einige Kreise bemüht, die Standorte in regelmäßiger Folge zu variieren, damit möglichst vielen PIRATEN die Möglichkeit geboten wird, in ihrer Nähe einen Stammtisch zu besuchen. Einige Stammtische erstellen Protokolle, andere verzichten darauf und sehen es als lockere Gesprächsrunde. Von den Stammtischterminen erfahren die Interessierten über Mailinglisten, Terminkalender auf der Homepage, Ankündigung über Printmedien (eher selten), Twitter und Ankündigunsliste. Eine persönliche Einladung per Mail erfolgte nur selten, wird aber jetzt häufiger angewendet. Bei interessanten Themenabenden mit Referenten kamen um die 20 PIRATEN und mehr. Die Anzahl der Teilnehmer an den regulären Stammtischen variiert zwischen 1 bis 15 .

2. Infostände

Infostände wurden überwiegend vor den Wahlen durchgeführt. Eine monatliche Regelmäßigkeit ist schwer durchzuhalten.

3. Flyerverteilung von Haus zu Haus

Vor den Wahlen hat es in fast allen Landkreisen in unterschiedlicher Intensität eine Haus-Zu-Haus Verteilung des Materials gegeben.

4.Veranstaltungen

In fast allen Landkreisen wurden zusätzlich zu den Stammtischen auch Veranstaltungen durchgeführt. Gut angenommen wurde die Cryptoparty. Zu Themenveranstaltungen kamen auch Gäste, wenn auch meist wenige.

Ausblick in die Zukunft

Aus den Gesprächen der beteiligten PIRATEN ergab sich, dass ein Kernteam Presse durchaus Sinn machen könnte. Einer allein kann die anfallenden Arbeiten nicht bewerkstelligen, ohne beruflichen und privaten Schaden davon zu tragen. Obwohl die meisten bisherigen Pressepiraten im Verfassen von Kurzmitteilungen und Kommentaren ungeübt waren, läuft die Aufarbeitung von Themen sehr schön. Klar gibt es immer etwas zu verbessern, aber alle sind an ihren Aufgaben gewachsen. Eine wichtige Verbesserung wäre der Austausch bei den Themen. Oft macht sich ein PIRAT daran, einen guten Artikel zu verfassen, der auch von anderen Landkreisen auf die Homepage übernommen werden könnte. Diese Themensammlung sollte das neue Kernteam übernehmen.

Geboren während der Mumblesitzungen ist auch der Newsletter, der bisher zweimal erschienen ist und an alle Mitglieder mit Emailadresse versendet wird. Ein weiterer Wunsch, der auch dem Newsletter zu gute kommt, ist das Thema des Monats, welches landesweit auf den Homepages erscheinen könnte. Es wäre wünschenswert, wenn an dem zweiwöchentlichen Pressemumble jeweils ein PIRAT aus jedem Landkreis teilnehmen könnte, um aktuelle Themen anzubieten und zu erörtern. Wenn dies nicht möglich ist, dann sollten per Email die Themenvorschläge an den Landespressesprecher geschickt werden. So kann jeder sich an den Themen bedienen, gerne auch immer mit Bild. Bei überregionalen Themen macht es Sinn, wenn der Bericht an den Pressesprecher geht, er ihn auf das Landesportal setzt und jeder Landkreis diesen nach Belieben für seine eigene Homepage nutzt.

Nicht nur im Bereich Pressearbeit, sondern in jedem anderen Arbeitsfeld, das die PIRATEN beackern, ist festzustellen, dass wir zu wenig aktive Mitstreiter haben, auf deren Schultern viel zu viel Arbeit lastet. Hier kommt der Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle zu. Bei all den Aufgaben darf die Freude und die Geselligkeit nicht verloren gehen. Es sollte auch Events geben, bei denen man Familie und Freunde mitnehmen kann oder ein scheuer Neuling sich eher traut, sich den PIRATEN zu nähern.

Bisher angemeldete Teilnehmer

  • Arne Wulf (vielleicht)
  • Michael Mette (unbedingt)
  • Hans vom Schloß (unbedingt)
  • Oliver Grube (vielleicht)
  • Frank Walle (gerne)
  • Thomas Wilken (gerne)
  • Cindy Baginski (unbedingt)
  • Sven Stückelschweiger (vielleicht)
  • Udo Radloff (unbedingt)
  • Susanne Richter-Hansen (gerne)
  • Torge Schmidt (gerne)
  • Sven Seele (unbedingt)
  • Timo Kahnert (vielleicht)
  • Cord Böge (unbedingt)
  • Nadine Lindenberg (vielleicht)
  • Michael Voigt (vielleicht)
  • Lemmy (vielleicht)
  • Christoph Hinrichs (vielleicht)
  • Lech Ludwichowski (unbedingt)
  • Anne Burmeister (unbedingt)
  • Alexander Levin (vielleicht)
  • Du?

Stand: 26.04.2014 – Das Anmeldeformular findest Du auf der Seite „How-To-Arbeitsgruppe“ ganz unten.


Arbeitsgruppe 3 – Presse / Öffentlichkeitsarbeit

Seit geraumer Zeit ist die Piratenpartei im politischen Alltag angekommen. Wir haben mittlerweile Fraktionen in vier Landtagen und zahlreiche Mandatsträger in kommunalen Parlamenten. Programmatisch sind wir auf dem besten Wege, den neuen Ansprüchen gerecht zu werden: Unser Parteiprogramm hat sich entwickelt von der einseitigen Ausrichtung auf die Netzpolitik hin zu einer breiten Aufstellung mit guten Positionen zu vielen wichtigen Themen. Leider hat es unser Parteiprogramm bei der Bundestagswahl nicht geschafft, die Wähler von uns zu überzeugen. Einer der Hauptgründe hierfür ist die Tatsache, dass es uns nicht gelungen ist, unser Programm den Bürgern nahe zu bringen. Außerdem tauchen wir, gemessen an anderen Parteien, trotz der vielen Mandatsträger in vielen Bereichen des Landes noch zu selten in der Presse und Öffentlichkeit auf. Selbstverständlich ist auch hier, wie so oft bei den Piraten, der Mangel an Arbeitskraft als Grund zu nennen. Doch damit allein ist es nicht getan. Spätestens seit Anfang des Jahres gibt es in allen Kreisen Schleswig-Holsteins lokale Pressepiraten. Was ihnen fehlt, ist ein verbindliches Pressekonzept, um sie arbeitsfähig zu machen und eine Konsistenz in der medialen Öffentlichkeit zu gewährleisten. Um es mit einfachen Worten auszudrücken: Wir müssen verbindlich festlegen, wie wir unsere Programmatik nach außen – und auch nach innen – transportieren.

Daher soll es Aufgabe dieser Arbeitsgruppe sein, ein verbindliches Pressekonzept zu erstellen, das den Transport von Informationen in die Öffentlichkeit festlegt. Neben der Vorgabe fester Workflows soll es ein How-To für Pressepiraten beinhalten, das alle nötigen Arbeitsschritte für eine Pressemitteilung sowie Vorgaben und Tipps für die Vernetzung und den Kontakt mit Vertretern der Presse beinhaltet. Als erster Schritt müssen die Verantwortlichkeiten im Pressebereich geregelt werden. Es muss klar ersichtlich sein, dass der Pressepirat für die Veröffentlichung von Informationen verantwortlich ist. Ihm muss ein Vetorecht für Pressemitteilungen eingeräumt werden. Im Gegenzug trägt er die Verantwortung für die Veröffentlichungen und deren Konsequenzen. Für die Umsetzung dieses Vetorechtes muss ein Vier-Augen-Prinzip festgelegt werden, von dem zwei Augen immer dem Pressepiraten zugeordnet sein müssen. Ebenso müssen die Funktionen der einzelnen Werkzeuge und Plattformen geklärt werden. Es muss klar sein, dass das Wiki vorrangig für die interne Arbeit und nicht für die Veröffentlichung von Informationen gedacht ist. Für die Veröffentlichung soll das jeweilige Portal dienen, dass die Ergebnisse der Arbeit aus dem Wiki – und selbstverständlich auch aus dem Pad – abbilden soll. Dazu braucht es Sortierung und Filterung der Informationen sowie ggf. die Verteilung auf verschiedene Unterportale. Für beide Plattformen – Wiki und Webseite – müssen verbindliche Verantwortlichkeiten festgelegt werden.

Ein einheitlicher Rahmen für die Webseiten muss vorgegeben werden. Neben dem Design muss dieser Rahmen festlegen, welche Informationen im Portal abgebildet werden und welche nicht. Außerdem muss dieser Rahmen eine gewisse Aktualität gewährleisten. Wenn diese nicht durch lokale Pressemitteilungen gegeben werden kann, weil vor Ort vielleicht aktuell nichts Verwertbares vorliegt, muss der Pressepirat auf einen Pool aus landesweiten Pressemitteilungen zugreifen können, aus dem er das Unterportal speisen kann. Für die innerparteiliche Verbreitung von Informationen soll ein (!) Landesnewsletter mit Informationen aus allen Landesteilen geschaffen werden.

Neben diesem Pressekonzept gehört zu der Ausarbeitung auch ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit, denn auch Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen dienen letztendlich dem Zweck, unsere Programmatik und unsere Ziele nach außen zu verbreiten.