Wohnungseinbrüche: PIRATEN begrüßen Verzicht auf Gefahrengebiete

Echte Sicherheit und zwar jetzt!

Anders als in den Vorjahren hat die Polizei die Kreise Pinneberg, Bad Segeberg, Stormarn und Herzogturm Lauenburg bisher nicht zu „Gefahrengebieten“ ausgerufen, um unverdächtige Fahrzeuge anhalten und kontrollieren zu können. Dies teilt die Landesregierung auf Anfrage der PIRATEN mit. Bei Großkontrollen zur Suche nach Einbrechern im letzten Winterhalbjahr seien lediglich ehemals Verdächtigte angetroffen, jedoch kein Einbrecher auf frischer Tat ertappt worden.

Sprecher Arne Wulf

Sprecher Arne Wulf

Der Sprecher der PIRATEN Stormarn, Arne Wulf begrüßt den Verzicht auf die Gefahrengebiete:

„Endlich hat unsere Einsatz gegen verdachts- und nutzlose Kontrollen in unserem Kreis Erfolg. Das Innenministerium konnte auf Nachfrage unserer Fraktion bis heute keinen einzigen Einbrecher nennen, der bei einer verdachtslosen Sichtkontrolle gestellt worden wäre. Die Zahlen für 2015 belegen, dass in Gefahrengebieten weder ein Rückgang der Einbruchsdelikte noch ein Anstieg der Aufklärungsquote erreicht werden konnte. Verdachtslose Kontrollen sind kein taugliches Mittel gegen Einbrecher. Sie vermitteln nur eine gefühlte Sicherheit und vergeuden polizeiliche Arbeitskraft, die an anderer Stelle besser eingesetzt wäre.

Die Politik muss jetzt Konsequenzen ziehen und die Möglichkeit zur Einrichtung von Gefahrengebieten ganz aus dem Gesetz streichen! Polizeiliche Präsenz ist gut, aber bitte nicht zur Kontrolle unverdächtiger Bürger! Gerade weil Wohnungseinbrüche oft schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben, ist ein hilfloses Stochern im Nebel nicht zielführend und als Vortäuschung von Sicherheit nicht hilfreich. Wir brauchen echte Sicherheit durch Vorbeugung und zwar jetzt!“