Erweiterte Realität: Vergangenheit und Zukunft ins Jetzt bringen

Erweiterte Realität in Lübeck

Erweiterte Realität für mehr Verständnis

Die PIRATEN Lübeck fordern Stadt, Wirtschaft und Tourismus-Verbände auf, die Entwicklung von Anwendungen für erweiterte Realität zu fördern. Damit ließen sich sowohl die Historie der Stadt als auch moderne Bauvorhaben  für jeden anschaulich darstellen. Darüber hinaus könnte sich Lübeck so als moderner Wirtschaftsstandort und bürgerfreundliche Stadt auszeichnen.

Matthias Büenfeld

„Lübecks Geschichte ist einzigartig. Gerade in der Innenstadt gibt es für Touristen und Bürger viel Historisches zu entdecken. Dies gilt es so attraktiv wie möglich darzustellen. Gleichzeitig befindet sich Lübeck ständig im Wandel, da viele Neubauten und Umgestaltungen entstehen. Hier sind der Umbau der Untertrave und des Priwalls als Beispiele zu nennen, bei denen es durch mehr Bürgerbeteiligung möglicherweise weniger Konflikte gegeben hätte. Dies sind zwei gute Argumente für die Einführung erweiterter Realität in Lübeck“, erklärt Matthias Büenfeld, Sprecher für Digitales der Lübecker PIRATEN.

Heutzutage kann man einen Rundgang durch Lübecks Innenstadt schon mit ersten digitalen Medien begleiten. Auf dem Smartphone läuft ein Audioguide, der einem zu den vielen historischen Orten interessante Informationen liefert. Der Rest muss in der eigenen Vorstellung passieren. Dabei gibt es erste Entwicklungen für die Darstellung von historischen Szenen bereits. Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat solche Apps entwickeln lassen. Speziell auch für Jugendführungen.

Die gleiche Technik lässt sich auch für eine bessere Bürgerbeteiligung verwenden. Beispielsweise bei Großbaustellen. Die entstehenden Neubauten werden bisher nur auf Bildern und Plakaten dargestellt. An einer zukünftigen oder schon vorhandenen Baustelle lassen sich die Bauvorhaben mithilfe eines Smartphones oder Tablets in der Realität ansehen. So lassen sich mögliche Probleme oder Verbesserungsvorschläge durch Bürger frühzeitig identifizieren und in den Planungsprozess einbringen.

 „Was in Form von immer mehr Videospielen den Durchbruch im Alltag schafft, sollte auch im Tourismus und der Bauplanung möglich sein. Hier sollte sich Lübeck endlich einmal als modern und fortschrittlich präsentieren“, fordert Büenfeld abschließend.