PIRATEN für dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

Zur aktuellen Berichterstattung über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gelände des ehemaligen Marinefliegergeschwaders erklärt der Vorsitzende der Ratsfraktion PIRATEN, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Wir sprechen uns gegen eine zentrale Unterbringung auf dem MFG5 Gelände aus, wie die Landeshauptstadt dies plant. Diese Unterbringung wäre menschenunwürdig und verhindert eine schnelle Einbindung in das Leben in Kiel.

Die Verwaltung wird sicherlich geeignete Objekte finden, in denen die Flüchtlinge besser untergebracht werden können, als auf dem MFG5 Gelände. Andere Städte praktizieren bereits sehr erfolgreich dezentrale Unterbringung.

Gerade wurde für eine halbe Million Euro eine provisorische Wegeverbindung zwischen den beiden Stadtteilen Friedrichsort und Holtenau geschaffen. Der Hauptkostenträger war ein Zaun, der das unbefugte Betreten unter anderem wegen der Gefahr für die Betretenden verhindert werden soll. Und jetzt sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden? Wir fordern eine ernsthafte Planung für das MFG5 Gelände und keine halbgaren Zwischenlösungen.

Menschen, die vor Krieg, Verfolgung oder anderen Bedrohungen unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen haben, müssen in die Gesellschaft eingebunden werden. Darum ist eine zentrale Unterbringung ungeeignet, wenn die Flüchtlinge in das normale Alltagsleben in Kiel integriert werden sollen. Die Teilhabe am öffentlichen Leben wird so verhindert. Dies gilt insbesondere für das MFG5 Gelände, dass fern jeder lokalen Anbindung an die Stadtteile Friedrichsort und Holtenau liegt. Die Flüchtlinge gehören in die Mitte der Gesellschaft und das Flüchtlingsproblem geht uns alle an, genau wie die Ursachen. Kieler setzen Zeichen für Solidarität und verdrängen Probleme nicht.“


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