Kiel sagt Plastiktütenverbrauch den Kampf an

„Plastiktütenfrei – Wir sind dabei“, so lautet der Slogan, mit dem der Kieler Handel seit heute aktiv für den Verzicht auf Plastiktüten wirbt. Die PIRATEN, die die politische Debatte zur Vermeidung vom Plastikmüll mit einem Antrag im Landtag 2014 angestoßen hatten, freuen sich darüber und hoffen, dass der Runde Tisch in Kiel fortgesetzt wird.

Kathrin Jasper-Ahlers, politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Schleswig-Holstein, freut sich über die Initiative, die die Ratsversammlung in Kiel gemeinsam mit dem Handel auf den Weg gebracht hat: „Es ist schön zu sehen, was in Sachen Plastik so alles passiert. Dass es so schnell gehen würde und dass das Interesse am Thema Plastikmüll in unseren Meeren so groß ist, haben wir wirklich nicht erwartet, als unsere Fraktion im Mai 2014 den Antrag zur Vermeidung von Plastikmüll in den Landtag eingebracht hat.“ [1]

Kathrin Jasper-Ahlers erinnert sich: „Nachdem unser Antrag den Umweltausschuss erreicht hatte, ging alles ganz schnell. Herr Dr. Habeck machte während der Sommerferien kurzerhand 25.000 Euro für das Fishing vor Litter frei, die Grünen in Flensburg erklärten ihre Stadt als zukünftig Plastiktüten frei und Kiel wollte dem in nichts nachstehen, weshalb die Ratsversammlung den Runden Tisch ins Leben gerufen hat. Wir sind natürlich sehr stolz ein Thema aufgegriffen zu haben, bei dem so viele Menschen begeistert mitmachen. Da es mit dem Verzicht auf Plastiktüten allein aber leider noch nicht getan ist, hoffen wir, dass der Runde Tisch in Kiel nicht bloß symbolisch zu verstehen ist und deshalb fortgesetzt wird.“

Etwas schade findet Kathrin Jasper-Ahlers, dass die regierungstragenden Fraktionen von den neun Vorschlägen aus dem Antrag der PIRATEN [2] nur fünf in den eigenen Antrag [3] übernommen haben. „Bei der Bekämpfung des Plastiks im Meer zeigt sich immer deutlicher, wie wichtig es ist, die Eintragsquellen des Plastikmülls genauer zu erfassen. Daher hoffen wir, dass die Landesregierung unseren Vorschlag zur Verbesserung des Spülsaum-Monitorings auch noch übernimmt.“