Kinderheim auf Nordstrand, Zeit für einen Plan B

Zeit für einen B-Plan - die Gemeinde Nordstrand ist gefordert.

Zeit für einen B-Plan – die Gemeinde Nordstrand ist gefordert.
KinderDas Erzbistum hat bekannt gegeben, dass sie das Kinderheim zum 31. Juli schließen will [1], obwohl es einen Investor gibt der das Heim übernehmen und erhalten möchte. Der Protest von Bewohnern, Mitarbeitern und zahlreichen Unterstützern hat nicht geholfen. Die Antwortbriefe des Erzbistums an die Bürger machten nur eines deutlich – eine übergroße Arroganz.
Bereits am 27.01.2015 gab die Caritas bekannt [2]: „Wir werden mit der Gemeinde Nordstrand über Entwicklungsmöglichkeiten des Geländes sprechen“ Eine Formulierung bei der jedem Kommunalpolitiker die Ohren klingen. Das ist die wohlklingende Umschreibung von Spekulanten, wenn sie von die Vertreibung der Mieter und Bewohner und Gewinnmaximierung meinen.
Dazu Christian Thiessen, der Landesvorsitzende der Piratenpartei Schleswig-Holstein:
„Hier ist die Gemeinde Nordstrand gefordert. Dort, wie an vielen Orten, sollen karitative Einrichtungen der Spekulation weichen. Immer wieder sind die Kirchen mit am schnellsten, wenn es darum geht Immobilien gewinnbringend zu verkaufen. Die Kirchen sind dabei, ihren Ruf als verlässlicher Partner in sozialen Projekten zu verspielen.
Wenn die Gemeinde Nordstrand dort ein Kinderheim will, dann soll sie dort ein Kinderheim festschreiben. Nur durch einen qualifizierten Bebauungsplan lässt sich das Heim dauerhaft vor Spekulation schützen.“
Erfahrungen damit hat Thiessen gerade in seiner Heimatgemeinde gemacht, wo er als Gemeindevertreter tätig ist:
„Auf Sylt hat die Gemeinde klargestellt, dass sie Spekulation und Leerstand nicht hinnehmen wird und für eine Übergangszeit auch bereit ist eine anderweite Nutzung durchzusetzen.“