Studie: Fracking senkt die Zahl männlicher Enten drastisch

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Entenzählungen im Umkreis von acht Fracking-Bohrungen in Niedersachsen haben ergeben, dass 80% des Nachwuchses der Tiere weiblich war – so das Ergebnis einer der Piratenpartei zugespielten Studie im Auftrag des Mineralölkonzerns RWE DEA. Christian Thiessen von der Piratenpartei Schleswig-Holstein ist alarmiert:

„Wir verlangen eine sofortige Untersuchung der menschlichen Geburten in den Regionen, in denen Fracking eingesetzt wird. In den USA wurden in Gewässern in der Umgebung von Frac-Bohrungen schon 2013 ungewöhnlich hohe Konzentrationen von Östrogen und EAS in Gewässern festgestellt.[1] EAS stehen im Verdacht, bei Tieren und Menschen die Fruchtbarkeit und die Zahl der männlichen Nachkommen zu senken.[2] Bei Fröschen in erheblich EAS-belasteten Gewässern wurden 95-100% weibliche Nachkommen gezählt.[3] Wenn sich das jetzt sogar schon auf Enten nahe deutschen Fracking-Bohrungen durchschlägt, schafft das heute vom Bundeskabinett beschlossene Fracking-Gesetz auch für Menschen unübersehbare Risiken. Der Mythos des seit Jahren unbeanstandeten Frackings beruht offensichtlich auf nicht durchgeführten bzw. der Öffentlichkeit vorenthaltenen Untersuchungen. Sollte sich Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel weiterhin weigern, Fracking deutschlandweit zu verbieten, sollten wir die wissenschaftliche Erforschung des Verfahrens gesetzlich auf seinen Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel beschränken.“